Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Panorama
Aktuelle Nachrichten zu Ereignissen, Skandalen und Unglücken

MOPONewsPanorama
Empfehlen | Drucken | Kontakt Datum: 

Zuschauer wirft Schuh: Eklat im Breivik-Prozess: „Fahr zur Hölle"

Anders Behring Breivik im Gerichtssaal. Ein aufgebrachter Zuschauer hatte ihn beschimpft.
Anders Behring Breivik im Gerichtssaal. Ein aufgebrachter Zuschauer hatte ihn beschimpft.
 Foto: dpa

Eklat im Prozess um Norwegens Massenmörder: Ein aufgebrachter Zuschauer hat Anders Behring Breivik im Gerichtssaal beschimpft – und einen Schuh auf den Angeklagten geworfen.

„Mörder! Du hast meinen Bruder getötet! Fahr zur Hölle!“, rief der junge Mann am Freitag im Osloer Gerichtssaal, als der letzte von 69 Obduktionsberichten verlesen wurde. Gleichzeitig warf er einen Schuhe auf den Attentäter – er verfehlte Breivik allerdings. Der Schuh traf stattdessen eine Anwältin des Angeklagten. Doch schon der Versuch wurde von einigen Zuschauern belohnt: Medienberichten zufolge gab es Applaus im Gerichtssaal. Das Sicherheitspersonal führte den Mann aus dem Saal. Der Prozess wurde kurz unterbrochen.

Es war der erste Gefühlsausbruch eines Zuschauers im Prozess gegen Breivik, der im vergangenen Juli bei einem Doppelanschlag 77 Menschen getötet hatte. Der Attentäter selbst zeigte sich ungerührt. Gerichtsreporter zitierten ihn mit den Worten: „Wer immer etwas nach mir werfen will, sollte dies tun, wenn ich das Gericht betrete oder verlasse.“ Die getroffene Anwältin - eine von vier Verteidigern - wurde nicht verletzt.

Im Gerichtssaal wurden am Freitag die letzten zwölf Obduktionsberichte der insgesamt 69 Todesopfer von Utøya verlesen. Gerichtsmedizinerin Sidsel Rogde zeigte anhand einer Puppe die tödlichen Schussverletzungen der Opfer. So sei eine 17-Jährige durch drei Kugeln in Kopf und Brust getötet worden, berichtete sie. Ein 21-Jähriger starb nach ihren Worten durch einen einzigen Kopfschuss.

Auch interessant
Weitere Meldungen Panorama
Günter K. hängt mit gebrochenem Knöchel und einer Platzwunde im Gesicht in den Zedernästen.

Glück im Unglück für einen deutschen Paraglider: Weil sich sein Fallschirm in einer Zeder verfing, überlebte der 59-Jährige einen Absturz aus mehreren hundert Metern.  mehr...

Rettungskräfte am Unfallfahrzeug

Der 49-Jährige saß in einem Fahrzeug, das bei Rietz in Tirol von der Autobahn stürzte. Der Fahrer, ein 53-jähriger Deutscher, blieb unverletzt.  mehr...


„Mein schlimmster Albtraum wurde plötzlich Wirklichkeit.“ Grayson Shepard befand sich in drei Metern Tiefe, als ein riesiger Weißer Hai wie aus dem Nichts vor ihm auftauchte.  mehr...

comments powered by Disqus

Jeden Morgen aktuelle News per Email.
* Pflichtfeld
Aktuelle Videos