Panorama
Aktuelle Nachrichten zu Ereignissen, Skandalen und Unglücken

MOPONewsPanorama
Empfehlen | Drucken | Kontakt Datum: 13.4.2012

Umstrittene Studie: Fehlentwicklung im Hirn macht Menschen zu Mördern

Laut amerikanischen Forschern gibt es im Gehirn von Mördern markante Auffälligkeiten.
Laut amerikanischen Forschern gibt es im Gehirn von Mördern "markante Auffälligkeiten".
Foto: Monika Torloxten / pixelio.de (Symbolfoto)

Ist das Gehirn eines Mörders der eigentliche Täter? Amerikanische Forscher wollen herausgefunden haben, dass es "markante Auffälligkeiten" in den Gehirnen von Schwerverbrechern gibt. Das berichtet das P.M. Magazin in seiner aktuellen Ausgabe.

"Alles deutet inzwischen darauf hin, dass es eine biologische Basis für die unterschiedlichen Arten von Gehirnen gibt", sagt der an der Studie beteiligte Psychologe Adrian Raine von der University of Pennsylvania.

Einen grundlegenden Unterschied zwischen einem normalen und einem "Mörder-Gehirn" wollen die Forscher in der Struktur des Gehirns entdeckt haben: Demnach sind beide Gehirnhälften normalerweise getrennt. In einigen Fällen wachsen sie allerdings zusammen - und das führt laut den Forschungsergebnissen zu mehr Verbrechen.

Das Zusammenwachsen von Gehirnhälften ist eine Fehlentwicklung, die bereits in den ersten Lebensmonaten auftritt. "Die Saat der Sünde wird bereits früh im Leben ausgebracht", meint Forscher Adrian Raine.

In Studien habe sich gezeigt, dass Betroffene im Laufe ihres Lebens überdurchschnittlich oft Verbrechen begehen. Außerdem zeigten sie oft asoziales Verhalten und seien psychopathisch veranlagt.

Sind viele Schwerverbrecher möglicherweise gar nicht Schuld an ihrer kriminellen Karriere? Sind sie nur Opfer einer Fehlentwicklung, für die sie gar nichts können? Zahlreiche Wissenschaftler bezweifeln das - und wiederlegen die Ergebnisse der amerikanischen Forscher in anderen Studien.

"Es gibt keinen Eins-zu-eins-Zusammenhang zwischen einer Region im Gehirn und einem bestimmten psychologischen Prozess", sagt etwa der deutsche Kognitionsforscher Stephan Schleim von der Universität Groningen. Andere Wissenschaftler sehen etwa eine Teilursache dafür, dass Menschen zu Mördern werden, in einer misslungenen Sozialisation.

Weitere Meldungen Panorama
Ein Krokodil schnappte sich die schwangere Frau.

Die Frau wollte mit ihrem Sohn eine niedrige Holzbrücke über den Fluss Waimea überqueren, als das Tier angriff. Das Krokodil wurde mit der Leiche der Frau im Maul gesichtet.  mehr...


Nach mehreren Explosionen auf einem Militärgelände in Russland haben die Behörden etwa 6000 Menschen evakuiert.  mehr...

Hier wird der kleine Fuchs aus seiner misslichen Lage befreit.

Herzergreifende Tier-Rettung in Russland: Ein kleiner Rotfuchs blieb mit seinem Kopf in einem Glas stecken – zwei Männer befreiten das Tier aus der misslichen Lage.  mehr...