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So geht’s ab im Büro: Ist Ihr Chef ein Blender oder eine Pussy?

Bernd Stromberg (dargestellt von Christoph Maria Herbst) ist der Prototyp eines Blenders: Manipulativ, faul und gehässig mogelt er sich durch den Büroalltag. Meist auf Kosten seiner „Untergebenen“.
Bernd Stromberg (dargestellt von Christoph Maria Herbst) ist der Prototyp eines Blenders: Manipulativ, faul und gehässig mogelt er sich durch den Büroalltag. Meist auf Kosten seiner „Untergebenen“.
 Foto: dpa

Sind Sie ein Blender? Dann kann es sein, dass dieser Text Sie ärgern wird.

Gehören Sie dagegen zu den Menschen, die sich tagtäglich über Blender im Büro ärgern, werden Sie jubeln. Denn diese unangenehme Bürospezies lässt andere für sich ackern und erntet das Lob fürs fertige Produkt.

Schluss damit sagt Bestsellerautor Roman Maria Koidl in seinem neuen Buch „Blender“: Steht diesen Typen nicht mehr als Steigbügelhalter zur Verfügung und wehklagt nicht. Lernt, wie man Flachpfeifen die Luft aus dem Blasebalg nehmen kann.

Der Blender, das hat Koidl ausgemacht, ist meist männlich und blockiert zum Nachteil vieler Unternehmen die Karrieren talentierter, sozial kompetenter, aber eher zögerlicher Frauen.

Hier die schlimmsten Typen von Flitzpiepen, Hohlbratzen, Sülzwürsten und anderen Nieten – und wie man sie „knackt“:

Die Pussy

Weichei mit fiesem Kern. Die Pussy (kommt in jeder Hierarchieebene vor) weiß jede Luftnummer so herrlich einzunebeln, dass ihre Inkompetenz am Anfang nicht auffällt. Über Beziehungen ist sie zum Job gekommen und hält sich eine Armee von bienenfleißigen Helferinnen, die alle Arbeiten erledigen. Motto: Nach oben kuschen, nach unten treten.

Plan B gegen Pussys: Stellen Sie sie freundlich bloß. Begegnen Sie Schleimattacken mit Humor.

Der Business-Blender

Meist im mittleren Management zu finden. Einer, der alles zu wissen und jeden zu kennen scheint und sich einen Dreck um Ihre Ideen und Arbeitsbeiträge schert (weil er selbst nicht drauf gekommen ist). Er hat nie die Karriere gemacht, die er sich vorgenommen hat – und das kriegen Sie jetzt ab.

Ihre Strategie: Üben Sie mit Kollegen Gruppendruck auf ihn aus, damit er sich endlich auf die Ideen anderer einlässt.

Der Bildungs-Blender

Hat es auf einen Platz im Vorstand abgesehen. Tarnt seine Mittelmäßigkeit hinter betonter Kultiviertheit und Gesprächen über Kultur und Gesellschaft. Er simuliert schon so lange das Leben eines Intellektuellen, dass er glaubt, selber einer zu sein.

Cooler Konter: Wenn Sie sich in den scheinbaren Interessens-gebieten dieses Blenders auskennen, können Sie es mit ihm aufnehmen. Sonst lassen Sie ihn besser reden.

Der Status-Fetischist

Dieser Cheftyp spielt Vorstand, ist im Herzen aber ein Angestellter geblieben. Sein mangelndes Selbstwertgefühl versucht er durch Statussymbole (Extra-Büro) zu kompensieren. Trumpf: Er kann Dinge mit fester Stimme behaupten, die gar nicht der Realität entsprechen – Widerspruch duldet er nicht. Schon gar nicht, wenn er im Unrecht ist.

Status-Strategie: Hinterfragen Sie seine Worte gut vorbereitet mit Fakten – und das in der Gegenwart von anderen.

Der Halo-Mann

Der „Halo-Mann“ (von engl. halo = Heiligenschein) ist „überaus geübt darin, den Schwan zu geben“. Tolles Aussehen, tiefe Stimme, galantes Auftreten - seine äußere Strahlkraft verleiht ihm die Aura eines Stars. Und lenkt von Inkompetenz und Schwächen ab.
Hilfe gegen Halos:

Treten Sie ihm mit denjenigen gegenüber, die seine Arbeit gemacht haben, während er sich in seinem Erfolg gesonnt hat. Dann wird seine Aura wegbröckeln.

Kleiner Trost!

Alles hat seinen Preis, auch die Anstrengungen der Blender. Sie leben in ständiger Angst, in ihrer Inkompetenz entlarvt zu werden.

Stellen Sie sich mal die nächtlichen Albträume all derer vor, die nicht durch Leistung die Karriereleiter hinaufgestiegen sind, so Autor Koidl.

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