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Sie weiß von nichts: Busunfall mit 14 Toten, weil Frau zu schnell fuhr

Der Busfahrer hatte noch versucht, dem Auto von Beatrice D. auszuweichen. Er krachte in einen Brückenpfeiler.
Der Busfahrer hatte noch versucht, dem Auto von Beatrice D. auszuweichen. Er krachte in einen Brückenpfeiler.
Foto: dapd

14 Tote, mehr als 30 Verletzte. Das ist die Bilanz des tragischen Busunglücks vom 26. September 2010 auf der A10 bei Berlin. Auslöser soll ein Fahrfehler von Beatrice D. gewesen sein.

Sie war bei schlechtem Wetter zu schnell auf die Autobahn gerast. Der Busfahrer wollte ausweichen, krachte in eine Brücke. Seit Freitag muss sich Beatrice D. vor Gericht verantworten.

Beatrice D. vor Gericht. Sie kann sich an den tragischen Unfall nicht mehr erinnern.
Beatrice D. vor Gericht. Sie kann sich an den tragischen Unfall nicht mehr erinnern.
Foto: dapd

Sie könne sich an nichts erinnern, sagte die 38-Jährige vorm Potsdamer Landgericht. „Ich war mit einer Freundin unterwegs. Was danach geschah, weiß ich nicht.“

Und doch wolle sie dazu beitragen, die Ursache für den „grausamen Unfall“ des polnischen Reisebusses aufzuklären. Die Angestellte des Berliner Polizeipräsidium entschuldigte sich aber nicht persönlich bei den Unfallopfern und Hinterbliebenen.

Irritiert reagierten einige von ihnen auch darauf, dass die wegen fahrlässiger Tötung Angeklagte nach wie vor ihren Führerschein besitzt, weiter Auto fährt. Dagegen erklärte Staatsanwalt Gerd Heininger, dass „allein die katastrophalen Folgen des Unfalls“ nicht ausreichten, um ihr die Fahrerlaubnis zu entziehen. Dies sei dann zwingend, wenn D. betrunken gefahren wäre.

Zu den Nebenklägern gehört Busfahrer Grzgorz Jarosz. Der 42-Jährige ist wieder auf dem Weg der Besserung. Er hatte durch den Unfall einen Teil seiner Sehkraft eingebüßt. Das Urteil soll am 1. Juni fallen.

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