Bessere Noten per illegalen Mausklicks: In Lübeck haben zwei Teenager den Schulcomputer gehackt, um ihren Abi-Schnitt zu verbessern. Sie trugen einfach bessere Ergebnisse in die Datenbank ein.
Die beiden 19-Jährigen hatten die verbotene Aktion Ende Februar gestartet, jetzt kam sie ans Licht. Die Schüler des Lübecker Johanneums flogen auf, als sie sich zur Abiturprüfung anmelden wollten. Die Punktzahlen der schriftlichen Leistungsnachweise unterschieden sich von den geschönten Werten in der Schuldatenbank – daraufhin starteten Lehrer eine Untersuchung. Im Computersystem waren die Angriffe laut „Lübecker Nachrichten“ protokolliert, ließen sich zu Schulrechnern zurückverfolgen.
Das Gymnasium erstattete Anzeige gegen die beiden Schüler, ihnen drohen Arbeitsauflagen, Geldbußen oder sogar Haft nach dem Jugendstrafrecht. „Hier ist eindeutig eine Grenze überschritten worden“, sagte Schulleiter Rüdiger Bleich dem Bricht zufolge.
Die beiden Hacker haben die Schule inzwischen freiwillig verlassen – ohne Abitur.