Das 1973 gebaute Congress Center Hamburg (CCH) am Bahnhof Dammtor ist total marode. Mindestens 100 Millionen Euro würde die Sanierung kosten - das sagt ein Gutachtens der Finanzbehörde.
Bei den MOPO.DE-Lesern rief die Nachricht kontroverse Reaktionen hervor. Freude, dass der "hässliche Betonklotz" endlich abgerissen würde, Bedauern, weil ein "Stück Hamburg" verschwände:
Wie kann ein weniger als 40 Jahre altes Gebäude "völlig marode" sein?
Nun, die Abrissbirne schwingt ja schnell in den Köpfen. Aber was kostet denn der Abriss inklusive Neubau? Und wie lange dauert der Spaß? Da stellt sich mir eher die Frage, warum man ein Gebäude eigentlich immer erst soweit verkommen lässt, bis die Instandhaltung so teuer wird?
Naja, schön ist es nie gewesen, aber es ist ein Stück Hamburg. Ich würde es vermissen.
Hässlich! Also weg damit, es wird höchste Zeit!
Die Frage ist, was ein Neubau kosten würde und an welchem Ort man einen Neubau wagen wollte. Hätte man ein neues Center gleich in die Messe integriert, wäre das wahrscheinlich deutlich günstiger gewesen.
Auf der einen Seite prägt es seit fast 30 Jahren das Stadtbild, aber das Geld dafür ist bei der aktuellen Finanzlage echt heftig. Aber mal gefragt: Was kostet denn das Plattmachen und Entsorgen?
Für die 100 Millionen Euro sollten wir lieber etwas finden, dass ein besseres Bindeglied zwischen dem grünen Planten un Blomen, dem im Jugendstil gebauten Dammtorbahnhof und dem höchsten Hochhaus Hamburgs darstellt.
Man sollte die Bürger entscheiden lassen, was damit geschieht.
Ein Teil Hamburg! Habe so manches wunderbare Konzert dort erlebt. Wäre sehr schade drum!
So hässlich ist es gar nicht. Außerdem bildet das Gebäude mit dem Hotelturm ein Ensemble und der Turm sieht nach seiner Sanierung eigentlich sehr elegant aus. Würde man auch die Fassade des CCH mit neuem Steinplatten versehen, sieht es bestimmt besser aus. Man kann Architektur nicht nur nach subjektiven Schönheitsempfinden beurteilen. dieses Gebäude ist das älteste Kongresszentrum Deutschlands und deswegen bedeutend.
Der Standort am Dammtor sollte auf jeden Fall beibehalten werden, und wenn ein Neubau wirtschaftlicher ist - warum nicht? Ein bisschen aufregendere Architektur als den bestehenden 70er-Jahre Betonbunker zu schaffen, würde Hamburg auch gut zu Gesicht stehen. Der solitäre Standort bietet viel Spielraum!
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