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Kampagne in „Jugendsprache“: Zoff um „Nüchtern cool, Saufen schwul“-Kalender

Der Kalender sollte vor Alkoholmissbrauch warnen – und provozierte einen Eklat.
Der Kalender sollte vor Alkoholmissbrauch warnen – und provozierte einen Eklat.
Foto: dpa (Symbolbild)

Diese Kampagne ging völlig daneben: Die Stadt Zweibrücken wollte Jugendliche vor Alkoholmissbrauch warnen – und diskriminierte damit Homosexuelle.

Der Slogan „Nüchtern cool, Saufen schwul“ sollte Teenies von übermäßigem Trinken abhalten. Neben dem Spruch ist ein Foto zu sehen, auf dem drei Mädchen Limonade trinken und sich drei Jungs umarmen. Das Ganze war auf einem Kalender zu sehen, den die Stadt Zweibrücken herausgegeben hatte.

Die missglückte Kampagne sorgte für einen Eklat – Homosexuelle waren geschockt. „Dieser Kalender ist mit öffentlichen Geldern geförderte Homophobie“, teilte der Lesben- und Schwulenverband am Freitag in Berlin mit. Es sei unfassbar, dass Zweibrücken das Wort „schwul“ mit Alkoholmissbrauch gleichsetze.

Die Stadt gab sich kleinlaut, räumte eine Panne ein: „Die Kritik ist berechtigt, das ist nicht optimal gelaufen“, sagte ein Sprecher der Stadt. Der Kalender sei inzwischen zurückgezogen worden.

Und wie konnte es zu dem diskriminierenden Spruch kommen? Jugendliche hätten die Seiten gestaltet, sie sollten „Jugendsprache“ wiedergeben, so der Sprecher. Anschließend sei der Spruch wohl „durchgerutscht“.

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