Es ist ein unfassbarer Vorwurf: Heimkinder sollen in einer Klinik absichtlich mit Malariaerregern infiziert worden sein.
Österreichische Experten untersuchen die Vorwürfe zweier Männer, die die Vorwürfe erheben. Einer der Männer hatte im österreichischen Fernsehen ausgesagt, ihm sei mit Malariaerregern verunreinigtes Blut gespritzt worden. Nach der Ausstrahlung des Beitrags meldete sich ein zweiter Mann mit einer ähnlichen Geschichte.
Das Wiener Allgemeine Krankenhaus und die Universitätsklinik Wien kündigten daraufhin eine Untersuchung an.
Der erste Mann wurde seiner Aussage nach 1964 in der Uniklinik behandelt, nachdem bei ihm mit 16 Jahren eine psychopathische Störung diagnostiziert worden war. Anschließend habe er zwei Wochen lang hohes Fieber gehabt und jahrelang unter wiederkehrenden Schüben von Fieber und Schüttelfrost gelitten. Ein damals am Klinikum beschäftigter Psychiater bestätigte, dass solche Injektionen verabreicht wurden.