Geriffelte Steine vor Kunstwerk

"Skater-Falle" an der Karo-Kirche ist fertig

Von Thomas Hirschbiegel
Dieses Kunstwerk an der Karolinenkirche wurde neu gestaltet und so sicher vor Skatern gemacht.
Dieses Kunstwerk an der Karolinenkirche wurde neu gestaltet und so sicher vor Skatern gemacht.
Foto: Florian Quandt

Wie schreckt man Skater ab? Mit einer Falle! Dieses ungewöhnliche Bauwerk wurde jetzt am Karolinenplatz fertiggestellt. Ziel ist der Schutz eines Kunstwerks.

Monatelang war das Areal vor der ehemaligen Gnadenkirche am neu gestalteten Karolinenplatz mit einer großen Plane verhüllt. Nun ist sie gefallen und die Bewohner des Karolineviertels können eine „Skater-Falle“ bestaunen. Sie besteht aus aus Betonsteinen mit Zwischenräumen. Darauf wird Sand gekippt. Die Folge: Eine abrupte Notbremsung, wenn sich ein Skater auf diese Fläche verirrt.


Grund der Maßnahme ist ein umstrittenes Kunstwerk. Es heißt „20357“ und stellt mit großen Betonquadern die Postleitzahl des Viertels dar. Anwohner waren nicht gerade begeistert über das 50000 Euro teure Werk. Den Künstler Heiko Zahlmann ficht das nicht an. Er sagte: „Normalbürger können Kunst eben nicht immer nachvollziehen.

Manchmal braucht es Zeit, um ein Kunstwerk zu begreifen.“ Sofort „begriffen“ haben die Skater das Objekt. Sie nutzten die Betonquader für ihre akrobatischen Übungen. Die Folge: Die Betonquader bröckelten an allen Ecken. Das Bezirksamt Mitte ließ deswegen die Falle aufbauen und die Quader mit Kunstharz überziehen. Die Kosten: Satte 25000 Euro Das Bezirksamt rechtfertigt sich, das es nun mal verpflichtet sei, einmal aufgestellte Kunstwerke vor Beschädigung zu schützen.

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Datum:  1.9.2011
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