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Empfehlen | Drucken | Kontakt Datum: 1.3.2012

Erfinder ist ein Berliner Pirat: Jetzt gibt's das erste Mate-Bier

Neu auf dem Markt - Mate-Bier
Neu auf dem Markt - Mate-Bier
Foto: dpa

Brasilianischer Urwald, Berliner Szene und der Deutschen Lieblingsgetränk - das sind die Zutaten, die ein Mitglied der Piratenpartei aus Berlin zu einer Geschäftsidee zusammengerührt hat: Fabricio do Canto (44) verkauft Mate-Bier - laut Deutschem Brauer-Bund ist es bundesweit neu.

Basis des Biers ist die südamerikanische Mate-Pflanze. Sie kommt bereits in dem koffeinhaltigen Szenegetränk „Club-Mate“ vor, das in der Piratenpartei und vielen Berliner Kiezen beliebt ist.

In Konflikt kommt der Verkäufer aber mit dem deutschen Reinheitsgebot. „In Deutschland darf kein Bier in den Verkehr gebracht werden, das nicht dem Reinheitsgebot entspricht“, mahnte der Sprecher des Deutschen Brauer-Bundes. Man könne nur von einem bierähnlichem oder „bierigen Getränk“ sprechen, nicht aber von einem Bier.

Fabricio do Canto zeigt den Inhaltsstoff des Biers - Mate Blätter.
Fabricio do Canto zeigt den Inhaltsstoff des Biers - Mate Blätter.
Foto: dpa

Fabricio do Canto nimmt es gelassen: „Es ist kein Bier, sondern Mier.“ Eine Mischung aus Bier und Mate eben.

„Entstanden ist die Idee bei einem Treffen der Piraten, weil wir eben gerne Bier und Mate trinken. Zunächst war es nur ein Scherz“, sagt der Halb-Brasilianer und „Pirat“. Dann aber beauftragte do Canto den Braumeister Thorsten Schoppe, der zunächst 400 Liter des koffeinhaltigen Biers braute.

Die Transparenz, die seine Partei in der Politik fordert, möchte der Wahlberliner auch bei der Herstellung seines Getränks garantieren. Im Internet können die Konsumenten bestimmen, wie viel Alkohol und Gramm der südamerikanischen Pflanze die nächsten Produktionen enthalten sollen.

„Die Pflanze pflücke ich selbst in einem Urwald zwischen Brasilien und Argentinien“, beteuerte der Berliner, der einen Laden in Prenzlauer Berg führt. Für drei Euro verkauft er die 0,33 Liter-Flasche. Die Nachfrage sei groß.

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