Kaum ein anderes Thema hat die Hamburger im vergangenen Wahlkampf so sehr interessiert, wie die Diskussion um bezahlbaren Wohnraum. ImmobilienScout24 hat jetzt die aktuellen Mietpreise in der Hansestadt analysiert. Das Ergebnis: Hamburg ist ein teures Pflaster. Im Durchschnitt werden die Hamburger mit 9,50 Euro pro Quadratmeter Kaltmiete zur Kasse gebeten. Das sind immerhin 3,70 Euro mehr als im Bundesdurchschnitt.
Vergleicht man die durchschnittlichen Angebotsmieten von 2010 mit denen von 2009, so ergibt sich ein Preisanstieg von gut 5 Prozent oder rund 50 Cent. Die Preisspanne in der Durchschnittsmiete reicht in den sieben Bezirken von 7,30 Euro in Harburg bis 11,40 Euro in Eimsbüttel und in den 105 Stadtteilen von 5,70 Euro (Veddel) bis 15,20 Euro (Blankenese).
Die genauen Zahlen und wie es bei Ihnen im Bezirk aussieht, sehen Sie in der Textstrecke.
Der flächenmäßig kleinste Bezirk ist auch der teuerste. Die durchschnittliche Miete für einen Quadratmeter beträgt 11,40 Euro. 2009 waren es noch 11,00 Euro. In Eimsbüttel verzeichnen die Stadtteile Harvestehude, direkt am westlichen Außenalsterufer gelegen, und Rotherbaum mit dem Universitätsviertel die exklusivsten Mietpreise: 14,00 und 13,30 Euro. Aber man kann natürlich auch günstiger zur Miete wohnen; so in Eidelstedt (Eimsbüttel) für 9,60 Euro.
Wie in Eimsbüttel beträgt auch in Altona die durchschnittliche Miete für einen Quadratmeter beträgt 11,40 Euro. 2009 waren es noch 10,60 Euro. Innerhalb des Bezirkes Altona sind die Stadtteile Othmarschen, Nienstedten und Blankenese Spitzenpreis-Träger: zwischen 15,20 und 14,20 Euro sind hier von den Mietern zu berappen. Am günstigsten ist es in Lurup mit 7,60 Euro.
Auch hier liegt die Durchschnittsmiete noch oberhalb der 10-Euro-Marke, nämlich bei 10,80 Euro. Das ist gegenüber 2009 ein Anstieg von immerhin 70 Cent pro Quadratmeter. Besonders mietpreisintensiv sind die Stadtteile Uhlenhorst an der Außenalster, eine der Spitzenlagen Hamburgs, und Hoheluft-Ost. 14,80 bzw. 14,00 sind vom Mieter zu berappen. Es geht auch anders: In Dulsberg reichen bereits 7,80 Euro, um die Miete für einen Quadratmeter zu begleichen.
Der erste Bezirk mit einem Mietpreis unter 10 Euro ist Wandsbek mit 9,40 Euro. Im bevölkerungsreichsten Bezirk, ist es in Eilbek und Volksdorf mit 11,90 und 11,30 Euro am teuersten und in Steilshoop für 6,90 Euro mit Abstand am preiswertesten. In Volksdorf kletterten die Preise für Mietwohnungen seit 2009 um rund 35 Prozent.
Hamburg-Mitte liegt mit seinem monatlichen Quadratmeter-Preis von 8,70 Euro schon in der unteren Hälfte. Wer es etwas vornehmer möchte, zieht nach Neustadt, einem der attraktivsten Wohnviertel Hamburgs, oder St. Georg. Dort verlangen die Vermieter im Schnitt 12,40 bzw. 12,30 Euro. Den absolut günstigsten Mietpreis eines Hamburger Stadtteils bietet nach der Analyse von ImmobilienScout24 Veddel. Dort reichen bereits 5,70 Euro für einen Quadratmeter kalt.
In Bergedorf, dem südlichsten und dünn besiedeltsten Bezirk Hamburgs, mietet man schon für 90 Cent weniger, also 7,80 Euro im Durchschnitt, als in Hamburg-Mitte. Etwas teurer ist es hier nur im Stadtteil, der dem Bezirk den Namen gab, mit 9,30 Euro. Aber auch schon für 7,20 Euro ist eine Mietwohnung in Allermöhe zu haben.
Im siebenten und flächengrößten Bezirk Harburg liegt die Durschnittmiete nur noch bei 7,30 Euro. Im gleichnamigen Stadtteil ist die Miete mit 9,00 Euro am höchsten und mit 6,40 Euro in Hausbruch, hier wohnen 17.000 Menschen, am mieterfreundlichsten.
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