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Beihilfe gestohlen: Mann verkleidete sich sechs Jahre als seine tote Mutter

Aufgenommen von der Überwachungskamera: Thomas Prusik-Parkin (49, li.) und sein Komplize Mhilton Rimolo (47) beim abkassieren der Beihilfen.
Aufgenommen von der Überwachungskamera: Thomas Prusik-Parkin (49, li.) und sein Komplize Mhilton Rimolo (47) beim abkassieren der Beihilfen.
Foto: New York State Department of Motor Vehicles

An dieser bizarren Scharade hätte Norman Bates seine helle Freude gehabt: Ein Mann hatte sich jahrelang als seine tote Mutter ausgegeben, sich sogar als die alte Dame verkleidet! So kassierte der Sohn auf den Ämtern Sozialleistungen für über 100.000 Dollar ab. Jetzt drohen dem dreisten Abzocker 25 Jahre Knast.

115.000 Dollar ergaunert

Geldnot macht erfinderisch: Das hat der New Yorker Thomas Prusik-Parkin (53) bewiesen. Als seine Mutter Irene 2003 mit 73 Jahren plötzlich verstarb, kam dem Sohnemann die groteske Idee: Er nahm einfach die Identität der alten Dame an.

Irrer Plan, einfache Umsetzung: In den abgelegten Kleidern seiner toten Mutter holte sich Prusik die Beihilfeschecks dreist selbst ab. Eine blonde Perücke, plus Gehstock und reichlich Make-Up machten den Betrug perfekt. So ergaunerte sich der 53-Jährige bei den Ämtern rund 115.000 Dollar an Sozialleistungen.

Unterstützt wurde Prusik bei seiner Masche von seinem Komplizen Mhilton Rimolo. Der hatte sich bei den Abzocke-Auftritten immer als besorgter Neffe ausgegeben. Dafür kassierte Rimolo ein Jahr Haft wegen Beihilfe zum Betrug.

Prusik wurde gierig - flog auf

Warum flog das Schmieren-Theater nicht früher auf? Prusik war clever: Als seine Mutter starb, gab er dem Bestatter einfach ein falsches Geburtsdatum und eine falsche Sozialversicherungsnummer an. Sechs Jahre lang ging das gut. Dann wurde der Laien-Schauspieler gierig.

In voller Verkleidung beschwerte sich die „alte Dame“ über die Zwangsversteigerung ihrer Wohnung. Prusik fühlte sich betrogen, wollte nicht hinnehmen, dass sein Apartment unter Wert verkauft werden sollte. Ein Fehler. Plötzlich wurden die Behörden hellhörig - und begannen ihre Untersuchungen. 2009 kamen die Ermittler dem Betrüger-Sohn auf die Schliche. Festnahme!

Gruselig: Prusik sieht sich selbst nicht als Betrüger, sondern glaubt, seine verstorbene Mutter zu sein. „Als meine Mutter starb, habe ich sie im Arm gehalten, habe ihren letzen Atemzug eingeatmet, also bin ich meine Mutter“, so der 53-Jährige vor Gericht.

Skurrile Inspiration: In einem Interview mit der „New York Post“ gab Prusik übrigens zu, ein Fan von Norman Bates zu sein. Serienmörder Bates, die Hauptfigur im Hitchcock-Klassiker „Psycho“ (1960), hatte seine Mutter erst getötet und sich anschließend als die ermordete Frau verkleidet.

Der Prozess gegen Thomas Prusik-Parkin wird fortgesetzt.



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