Seit Jahren ist der Fußgängertunnel unter der Max-Brauer-Allee am Bahnhof Altona heruntergekommen, dem Bezirk ist er ein Dorn im Auge. Es gab sogar Pläne, den Tunnel dauerhaft zu schließen. Nun soll er renoviert werden.
„Wie es danach mit der Tunnelnutzung weitergeht, muss sich zeigen“, erklärt Kerstin Godenschwege vom Bezirksamt Altona. Fest steht: Während der Renovierung müssen die Händler raus.
Die Umgestaltung des Tunnels begrüßen die Händler. „Wir möchten aber in die Planung um den Tunnel eingebunden werden und unsere Standfläche behalten“, sagt Wilfried Schmanns. (47). Er ist der Besitzer von „Qrax Nachfülltinte“ und seit 2004 Hauptpächter. Sieben Markthändler beziehen ihre Stände über ihn.
Seit rund zehn Jahren prägen die Händler den Fußgängertunnel am Altonaer Bahnhof. Zuvor gab es hier nur einen wilden Flohmarkt, Obdachlose müllten den Tunnel zu.
„Wir hängen permanent in der Luft, die Verträge sind immer auf ein halbes Jahr befristet,“ klagt Schmanns. Kein Wunder, dass die Händler Investitionen bei ihren Ständen scheuen. „Wir verdienen zwar nicht viel, aber es reicht, um die Rechnungen zu bezahlen,“ sagt Kleidungshändler Singh Gamder (43).
Von der Stadt fühlen sie sich die Händler im Stich gelassen: „Die Politiker sollten sehen, wie wir hier bei der Kälte arbeiten und um unser Überleben kämpfen“, sagt Ahmed Megahed (39), der in der Unterführung Schmuck und Wasserpfeifen verkauft.
BB
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