Felix Baumgartner ist ständig auf der Suche nach dem ultimativen Kick. Das neue Wahnsinnsprojekt des österreichischen Extremsportlers: Er will sich vom Rande des Weltalls aus auf die Erde stürzen. Freier Fall aus 36.000 Metern Höhe - ganz ohne schützendes Fluggerät.
Und so lautet der Plan: Ein Stratosphärensalon befördert den 41-Jährigen ins All. Von da aus stürzt sich Baumgartner dann in die Tiefe. Wenn alles glatt läuft, erreicht er Überschallgeschwindigkeit und erlebt den längsten dauernden freien Fall (ungefähr 5:30 Minuten), den ein Mensch je erlebt hat.
Baumgartner will den bisherigen Rekord von Colonel Joe Kittinger brechen. Dessen Projekt „Excelsior III“ aus rund 31.000 Metern Höhe schrieb 1960 Geschichte. Heute steht Kittinger dem 41-jährigen Athleten aus Österreich als Mentor zur Seite.
Baumgartner will mit dem Projekt "Mission Red Bull Stratos" auch neue Daten für Medizin und Wissenschaft liefern. Unter Anderem sollen Beschleunigungs-Effekte am menschlichen Körper bei Überschallgeschwindigkeit erforscht werden.
Die Vorbereitungen für den Sprung gehen gerade in die Endphase. Bei den Tests musste Baumgartner extrem menschenfeindliche Bedingungen aushalten, z.B. -70 Grad Kälte. Ein genaues Datum für den Sprung steht bis jetzt noch nicht fest.
Der Österreicher Felix Baumgartner ist bekannt für seine irren B.A.S.E-Jumps. Er stürzte sich schon vom World-Financial Center T101 in Taipei oder der Christusstatue in Rio de Janeiro. 2003 überflog er mit einem Carbon-Flügel am Körper als erster Mensch den Ärmelkanal im freien Fall.