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Auf offener Straße: Polizisten töten Jugendlichen mit 90 Schüssen

TV-Kameras filmten die dramatischen Szenen.
TV-Kameras filmten die dramatischen Szenen.
 Foto: CBS

Die Aufregung um den Tod des dunkelhäutigen Trayvon Martin (17) hat sich in den USA noch nicht gelegt, da schockt ein neuer Fall die Nation: Der 19-jährige Abdul Arian wurde auf offener Straße niedergestreckt – mit 90 Schüssen von der Polizei.

TV-Kameras filmten mit, weil Polizisten der Junge asiatischer Abstammung wegen seines verwegenen Fahrstils aufgefallen war. Arian sollte stoppen, gab stattdessen aber Gas und wählte den Notruf. „Ich wurde schon einmal verhaftet wegen Sachbeschädigung“, sagte er am Telefon.

„Ich habe keine Angst vor den Cops. Wenn sie ihre Waffen ziehen, dann werde ich auch meine Waffe auf sie richten.“ So lieferte sich der 19-Jährige mit mehreren Streifenwagen eine wilde Verfolgungsjagd auf dem Freeway 101 von Los Angeles. Die Polizisten konnten ihn stoppen, der Junge stieg aus und rannte trotz der gezogenen Polizei-Waffen weg.

Auf den TV-Bildern war zu sehen, dass auch der flüchtende Arian irgendetwas zog oder zumindest so tat und sich dann seinen Verfolgern zuwendete. Sofort luden die Beamten durch und durchlöcherten den Jungen mit 90 Schüssen. Arian war auf der Stelle tot.

Er war ein netter Junge, habe gearbeitet und wollte selbst Polizist werden – eine Waffe habe Arian nicht besessen, erzählte sein Vater im TV. Die Polizei fand bei der Leiche tatsächlich keine Waffe. Unklar, warum Arian flüchtete, sich so aggressiv verhielt. Allerdings schrieb er als letzten Facebook-Eintrag: „Komme gerade vom Schießplatz.“

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