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"Seltene Erden" für Handys: Rohstoff-Schatz in Sachsen entdeckt

Über Zwanzigtausend Tonnen der wertvollen Metalle wurden jetzt im nordwestlichen Sachsen entdeckt. Ein wichtiger Fund für Deutschland.
Über Zwanzigtausend Tonnen der wertvollen Metalle wurden jetzt im nordwestlichen Sachsen entdeckt. Ein wichtiger Fund für Deutschland.
Foto: dpa

Ein kleiner sächsischer Ortsteil könnte dem Export-Riesen China jetzt Konkurrenz machen. Denn in Storkwitz liegt ein Schatz. Für Elektronik...

Seltene Erden wurden dort gefunden, ein in Mitteleuropa einzigartiges Vorkommen. Doch was ist das überhaupt?

„Mit Erde hat das nichts zu tun“, erklärt Ralf Milke von der Freien Uni Berlin. Der Mineraloge zum EXPRESS: „Das sind Metalle, die unter besonderen Bedingungen angereichert werden, wenn Granite entstehen.“ Diese Rohstoffe bilden Pegmatit, „ein Gestein das Seltene Erden enthält“. 20 100 Tonnen dieser Oxide wurden in Sachsen lokalisiert.

Nur warum ist das so besonders? „Seltene Erden sind unverzichtbar, denn sie werden in der Elektronik verwendet. Es gibt kein Handy ohne“, weiß der 47-Jährige. Für den Bau von Hochleistungsmagneten werden die Metalle ebenfalls gebraucht. In Deutschland sei bisher keine Anreicherung bekanntgewesen, die durch Bergbau genutzt werden könnte.

„Deswegen ist der Fund in Sachsen auch so besonders“, weiß Ralf Milke. „Denn China hat bisher das Monopol und bestimmt die Preise.“ Aktuell werden 97 Prozent aller Seltenerd-Oxide in China zu Tage gefördert.

Schon zu DDR Zeiten wurde in Storkow ein Vorkommen vorhergesagt und jetzt zufällig auf der Suche nach Uranerz gefunden. Die Seltenerden Storkwitz AG will nun nach Investoren suchen, um nächste Bohrprogramme zu planen. Denn die Lagerstätte reicht bis in 600 Meter Tiefe.

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