Kurz nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffs „Costa Concordia“ vom 13. Januar hatte die Staatsanwaltschaft die mysteriöse Blondine als Zeugin gesucht:
Nun konnte sie Domnica C. sechs Stunden lang vernehmen. Und was die 25-Jährige dort ausplauderte, wirft kein gutes Licht auf sie und Unglückskapitän Francesco Schettino (52).
Wieder erzählte die 25-Jährige von angeblichen Heldentaten des Concordia-Kapitäns: „Er hat Hunderten das Leben gerettet.“ Aber sie gestand auch: „Ja, es stimmt. Ich liebe Kapitän Schettino.“ Bisher hatte die Blondine aus Moldawien eine Liaison mit dem verheirateten Familienvater vehement bestritten.
Doch nachdem Taucher in Schettinos Kabine Kleidung, Bettwäsche und diverse Kosmetikartikel von ihr fanden, musste Domnica C. mit der Wahrheit herausrücken.
Die blonde Sirene gab dabei auch zu, dass sie Schettinos Gast war, als die „Costa Concordia“ vor der Insel Giglio einen Felsen rammte. „Ich war auf der Brücke, als der Kapitän das Kommando übernahm“, sagte Domnica C. jetzt aus.
Damit bringt sie ihren Liebsten in Bedrängnis, der momentan seinen Hausarrest bei Ehefrau Fabiola Russo verbüßt. Genau wie Domnica C. hatte auch die Kapitäns-Gattin ihren Mann noch vor wenigen Tagen öffentlich verteidigt. Auch bei der Staatsanwaltschaft ändert die Aussage der Blondine jetzt den Kurs.
Bisher hatte Schettino steif und fest erklärt, er könne sich nicht so genau an die Frau erinnern und wäre allein auf der Kommandobrücke gewesen. Staatsanwalt Francesco Verusio gestern: „Wir wollen herausfinden, was sich wirklich an Bord des Schiffes abgespielt hat.“