Der verlorene Sohn ist zurück. Am Donnerstagnachmittag um 17.35 Uhr betrat Paolo Guerrero wieder Hamburger Boden. Über Amsterdam hatte der der Stürmer, der seit Dezember wegen akuter Flugangst in seiner Heimat Peru festsaß, den Weg zurück zum HSV gefunden. Für neue Unruhe sorgte er jedoch direkt. Es geht um seine Flugangst, denn davon will der der 26-Jährige plötzlich gar nichts mehr wissen.
"Das ist totaler Quatsch! Ich habe keine Angst. Das ist eine Erfindung der Presse", erklärte Guerrero in einem Interview mit der Tageszeitung "El Bocón". Ein echter Hammer! Der HSV hatte in den letzten Monaten extra einen Psychologen beauftragt, der den Peruaner in seiner Heimat behandeln sollte. Und nun soll alles nur eine Erfindung gewesen sein?
Beim HSV reagierte man erstmal verwundert. "Wir haben viel mit Guerrero gearbeitet. Unser Physiotherapeut war bei ihm - und es hat auch sonst noch eine Reihe an Therapien gegeben", erklärte Klub-Boss Bernd Hoffmann. Es dürfte in den nächsten Tagen noch reichlich Gesprächsbedarf geben.
Positiv scheint indes Guerreros Entwicklung nach seinem Kreuzbandriss zu sein. "Er soll in einem sehr guten Fitness-Zustand sein und ich gehe davon aus, dass er in zwei bis drei Wochen ins Mannschaftstraining einsteigen wird", meint Hoffmann. Das Spiel gegen Anderlecht verfolgte Guerrero live im Stadion, er saß neben Romeo Castelen und Guy Demel auf einer Treppe im Innenbereich.
"Es ist schön, wieder bei den Jungs zu sein, ich würde am liebsten sofort ins Mannschaftstraining einsteigen", sagte Guerrero auf hsv.de.
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