Seit der Cocktail mit Limette und viel braunem Zucker in den 90er Jahren die Bars eroberte, kennt man auch Cachaça überall. Denn Brasiliens Nationalgetränk bildet die Basis für den beliebten Drink: In Europa benutzen Barkeeper vor allem die Marke "Pitú". Der Caipi-Boom hat den Export des Zuckerrohrschnapses ordentlich angekurbelt: Mittlerweile soll er sich weltweit sogar besser verkaufen als Wodka. Dass aber der allgegenwärtige Pitú keineswegs ein guter Cachaça ist und dass man den Zuckerrohrschnaps nicht nur in süßen Cocktails genießen kann, das hat sich außerhalb Brasiliens noch nicht herumgesprochen.
In Barsilien, wo der Cachaça seit dem 16. Jahrhundert aus dem Alltag nicht wegzudenken ist, unterscheidet man zwei Sorten: Die "Aguadentes" (Feuerwasser) sind die scharfen, aggressiven Massenprodukte aus industrieller Fertigung, zu denen auch "Pitú" und die ebenfalls recht bekannten Marken "51" und "Canario" zählen. Der echte, gute Cachaça wird dagegen von Hand in kleinen Cachaçarias im Nordosten Brasiliens hergestellt. Dazu werden die Herzstücke von noch grünem Zuckerrohr gepresst. Der Saft, der "Caldo de Cana", muss vor dem Destillieren 24 Stunden gären. Anschließend wird er für zwei bis drei Jahre in Holzfässern gelagert, was dem fertigen Schnaps ein warmes, intensives Aroma und die typische goldbraune Farbe gibt. Wer sich diesen Genuss gönnen will, muss allerdings tief in die Tasche greifen: Die Edel-Cachaças sind bis zu 80 Prozent teurer als die gewöhnlichen aus der Fabrik.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?