Die Story: Der mittellose Bostoner Mathe-Student Ben ist ein Genie auf seinem Gebiet. Das erkennt auch sein Prof Micky. Der hat eine Gruppe junger Rechenkünstler um sich geschart, mit denen er wochenends in Las Vegas ganz legal Kasinos um stattliche Beträge erleichtert. Sein Trick: ein auf den Gesetzen der Wahrscheinlichkeitsrechnung basierendes Kartenzählsystem, mit dem man die Gewinnchancen beim Blackjack ("17 und 4") beträchtlich erhöht. Mickys Angebot, mitzumachen, schlägt Ben zunächst aus. Doch die Überredungskünste seiner hübschen Kommilitonin Jill führen rasch zu einem Sinneswandel. In der Spielermetropole geht auch alles gut - bis der bullige Security-Mann Cole auf die Truppe aufmerksam wird.
Die Schauspieler: Jim Sturgess ("Across the Universe") überzeugt voll in der Rolle des jungen Ben, der zwar viel Geld gewinnt, durch den Kontakt mit der Glitzerwelt von Las Vegas aber Gefahr läuft, sich zu verlieren. Als blonder Blickfang an seiner Seite ist Kate Bosworth ("Batman Returns") sicher nicht die schlechteste Wahl. Top-Mime Kevin Spacey hält sich als auf Disziplin pochender Strippenzieher Micky die meiste Zeit eher im Hintergrund. Und Laurence Fishburnes Cole nimmt man sofort ab, dass mit ihm nicht zu spaßen ist.
Der Regisseur: Robert Luketic' ("Das Schwiegermonster") Drama beruht auf einem nach wahren Begebenheiten verfassten Sachbuch von Ben Mezrich. Dass das ausgeklügelte Erfolgsrezept des Mathe-Profs Micky für Otto Normalrechner nicht eben leicht begreifbar ist - und er somit irgendwann das Interesse am Geschehen verlieren könnte -, war den Filmemachern wohl bewusst. Daher sorgen unter anderem Rivalitäten innerhalb des Blackjack-Teams, eine Lovestory, ein für Ben existenzbedrohender Zwist mit seinem Mentor und das wenig zimperliche Vorgehen der Kasino-Security für Abwechslung. Dramaturgisch bietet das kaum Überraschendes, ist jedoch handwerklich ganz solide inszeniert.