Die Story orientiert sich im Wesentlichen an den beiden 1880/81 erschienenen Heidi-Romanen der Schweizerin Johanna Spyri, die bisher in mehr als 50 Sprachen übersetzt und schon häufig - erstmals 1920 - verfilmt wurden: Weil sie ihren Plänen im Wege ist, schiebt Tante Dete die kleine Heidi zu deren Opa auf eine Schweizer Alm ab. Kaum hat sich das Waisenkind eingelebt, das Herz des mürrischen, menschenscheuen alten Mannes und die Freundschaft des jungen Hirten Peter gewonnen, taucht die habgierige Tante Dete wieder auf. Sie bringt ihr Mündel nach Frankfurt, wo es bei der reichen Familie Stresemann der an den Rollstuhl gefesselten Klara Gesellschaft leisten soll. Doch in der Stadt wird Heidi mit der Zeit so heimwehkrank, dass ein Arzt sie zurück zum Opa schickt. Als Klara die neue Freundin dort besucht, bewirkt die frische Bergluft auch für ihre Genesung wahre Wunder.
Der Regisseur: Alan Simpson und sein Team haben die Handlung in die 1920er Jahre verlegt, um die Gegensätze zwischen dem von Fortschritt und Technik dominierten Großstadtleben und dem abgeschiedenen Dasein in den Bergen noch besser aufzuzeigen. Aber im Grunde ist die Geschichte zeitlos. Hier unterstützt von einer 2-D-Animation, die den Zauber der hochalpinen Landschaft schön einfängt, preist sie das Leben im Einklang mit der Natur. Dabei werden Gefahren nicht gänzlich verharmlost, schließlich sind die Eltern bei einem Lawinenunglück gestorben. Für Heidi geht die größte Bedrohung allerdings von der egoistischen Tante Dete aus. Doch auch gegen die behauptet sich die aufgeschlossene und meist fröhliche kleine Heldin, mit der sich jüngste Kinozuschauer problemlos identifizieren können.
Fazit: Nichts Revolutionäres in Sachen Heidi. Aber das wird ihre Fans nicht stören - zumal der Film liebevoll animiert und synchronisiert ist.
In Frankfurt soll Heidi der an den Rollstuhl gefesselten Klara Gesellschaft leisten