Das zerfledderte Infobrett im muffigen Vereinsheim ist out. Moderne Vereine präsentieren sich im Internet. Kehrseite der Medaille: Viele sind mit ihrem Auftritt im Web überfordert.
Der Grund dafür ist, dass in den meisten Vereinen kaum jemand die Tücken der HTML-Programmierung beherrscht. Deshalb stehen auf vielen Vereinsseiten veraltete Termine und kaum aktuelle Bilder.
Um das zu ändern, haben sich die Freunde Axel Kmonitzek (25) und Max Fischer (26) ein neues Internetportal entwickelt. "Den meisten Vereinen fehlt eine gut funktionierende interne Informationsstruktur", so Fischer. Wenn man sich als Mitglied nicht selbst um die neuen Trainingszeiten, die Mitfahrgelegenheit zum nächsten Turnier oder das Bild vom letzten Sieg kümmere, dann täte es keiner. Weil Vereine vom Box-Klub über Angler bis zum Kleingärtner von der Leidenschaft ihrer Mitglieder leben und praktisch alle über Zugang zum Internet verfügen, lag die Gründung einer gemeinsamen Online-Plattform nahe.
Voraussetzung: Sie muss für alle Interessenten leicht zu bedienen sein. Damit war die Idee zu meinverein.de geboren. Die beiden Gründer tourten durch Deutschland und präsentierten das Projekt bei Verbänden, Vereinen und potenziellen Partnern, bis ein Investor gefunden wurde. Die Grundidee von meinverein.de ist einfach. "Das Bedürfnis, dem eigenen Freizeitinteresse nicht allein, sondern mit vielen anderen Gleichgesinnten nachzugehen, ist offensichtlich groß. Wir bieten diesen Menschen ein zweites Zuhause - praktisch den Transport des Vereinslebens in die eigenen vier Wände. Und damit auch eine Kommunikationsplattform für wirklich jeden innerhalb eines Vereins, eines Klubs oder einer sonstigen Interessensgemeinschaft", so Fischer.
Dazu müssen sich User einmal kostenlos registrieren und können dann sofort loslegen. Die Finanzierung des Projekts läuft über Werbepartner. Für die Zukunft haben sich Kmonitzek und Fischer eine Menge vorgenommen. "Wir haben viele Ideen in der Schublade, wie wir den Service für Vereine erweitern und verbessern können. Und werden das Portal deshalb ständig weiter ausbauen", so Kmonitzek.
Vor allem aber freuen die Gründer sich, dass täglich neue Mitglieder zu der Community stoßen. Fischer: "Wir sind Anfang Oktober an den Start gegangen und hatten nach einem Monat bereits über 200 registrierte Vereine im Netz." Und das in einer bunten Mischung von der Theatergruppe über Sport bis zur Freiwilligen Feuerwehr.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?