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Alle Infos zum neuen Energieausweis

Seit 1. Juli 2008 müssen Hauseigentümer älterer Häuser bei Verkauf oder Vermietung einen Energieausweis vorlegen. Jetzt läuft eine erste Übergangsfrist ab: Nur noch bis Ende September haben Hausbesitzer die freie Wahl, sich einen teuren Bedarfs- oder einen deutlich günstigeren Verbrauchsausweis ausstellen zu lassen - unabhängig davon, wie alt das Anwesen ist. Die MOPO erklärt die beiden Varianten:



- Verbrauchsausweis: Zur Erstellung des verbrauchsorientierten Energieausweises werden - der Name sagt es schon - allein die Daten des bisherigen Verbrauchs herangezogen. Vermieter können das unter anderem über die Heizungsablesefirma berechnen lassen. Kosten: 20 bis 100 Euro. Der Haken: Die Daten sagen nichts über den energetischen Zustand des Hauses aus, nur etwas über das Heizverhalten des Vormieters. Immobilienverbände raten dazu, sich vorsorglich um einen günstigen Verbrauchsausweis zu kümmern, wenn klar ist, dass das Objekt in den nächsten zehn Jahren verkauft werden soll. Verbraucherschützer halten das Dokument hingegen für unzureichend.



- Bedarfsausweis: Mit bis zu 300 Euro aufwärts deutlich teurer, aber eben auch aussagekräftiger, ist der Bedarfsausweis. Dieser Pass darf nur von einem Fachmann - zum Beispiel einem Architekten oder Energieberater - ausgestellt werden. Der Experte macht sich ein Bild vom Zustand des Hauses, prüft Fenster, Dämmung und Heizsystem. So kann festgestellt werden, wie viel Energie das Haus verschlingt - und was verbessert werden könnte.



- Wer ab Oktober nur noch einen Bedarfsausweis bekommt: Der Bedarfsausweis wird dann Pflicht für Gebäude mit bis zu vier Wohneinheiten, für die der Bauantrag vor dem 1. November 1977 gestellt wurde. Auch wer staatliche Fördermittel für seine Immobilie bekommt, muss sich dann die teure Variante zulegen.



- Wann man sich einen Energieausweis vorlegen lassen sollte: Wer eine Immobilie kaufen oder mieten möchte, sollte sich in Zukunft den Energieausweis vorlegen lassen - am besten den aussagekräftigeren Bedarfsausweis. So kann man die zukünftig anfallenden Energiekosten abschätzen - und so verschiedene Häuser und Wohnungen besser miteinander vergleichen.

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Datum:  26.9.2008
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