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Wir erklären Sprichwörter: Was hat die „Arschkarte“ mit dem Hintern zu tun?

Der Schiedsrichter zieht die „Arschkarte“.

Der Schiedsrichter zieht die „Arschkarte“.

Foto:

dpa

„Blau machen“ oder die „Arschkarte ziehen“: Sprichwörter, die wir alle kennen – doch woher stammen sie und welche Bedeutung haben sie?

Wir erklären 10 bekannte Redensarten – und siehe da: „Blau machen“ hat tatsächlich was mit der Farbe „blau“ zu tun und die „Arschkarte“ was mit dem Hintern.

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1. „The early bird catches the worm“

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“ – dieses Sprichwort kennt wohl jeder. Viele denken dabei ans Frühaufstehen... Das stimmt allerdings nicht so ganz.

Die Redewendung tauchte erstmals im 17. Jahrhundert in einer Sammlung englischer Redewendungen auf: Sie kommt aus der Vogelwelt, wo von einem Schwarm derjenige Vogel den Wurm fängt, der ihn zuerst erreicht.

In England wird das Sprichwort aber auch im Zusammenhang mit „Schnäppchen“ verwendet. Für Senioren gibt es in manchen Restaurants nämlich folgendes Angebot: Wer vor 17 Uhr zu Abend isst, bekommt es günstiger.

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2. „Da haben wir den Salat“

Dabei meinen wir eigentlich nicht das essbare Grünzeug, sondern vielmehr ein missglückte Aktion. Warum dabei von „Salat“ gesprochen wird, ist ganz einfach: Ein Salat besteht aus vielen Zutaten, die durcheinander gemischt sind. Also sozusagen einem großen, bunten Chaos.

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3. „Sich pudelwohl fühlen“

Das hat natürlich etwas mit dem Hund, dem Pudel zu tun. Der liebt nämlich das Wasser und wurde früher besonders bei der Wasserjagd eingesetzt. Daher stammt auch das Wort „pudeln“ – umgangssprachlich bedeutet das „im Wasser planschen“. Wenn sich also jemand pudelwohl fühlt, dann fühlt er sich so wie ein Pudel beim Planschen im Wasser.

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4. „Bis in die Puppen“

Dabei geht es um einen langen Spaziergang... In der Mitte des Berliner Tiergartens gibt es einen Platz, der heißt „Großer Stern“. Dort standen im 18. Jahrhundert Statuen, die damals „Puppen“ genannt wurden. Ein Spaziergang zu dem Platz dauert auch heute noch ziemlich lange. Daraus hat sich das Sprichwort „bis in die Puppen“ entwickelt – weil es halt so lange dauert, bis man da ist.

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5. „Beleidigte Leberwurst“

Dabei kommen zwei Dinge zusammen.

1. Das „Medizinische“: Früher gingen die Menschen davon aus, dass die Leber für Trauer, Liebe und Wut zuständig sind. Wenn sich also jemand ärgerte, dann hatte er eine „beleidigte Leber“.

2. Die Erzählung: Weil früher beim Kochen die Leberwurst immer am längsten im Kessel bleiben musste, war diese schlichtweg beleidigt. Schließlich musste sie alleine im Wasser bleiben.

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6. „Blau machen“

Dieses „Blau machen“ hat tatsächlich mit übermäßigem Bierkonsum zu tun. Denn ohne die Harnsäure aus dem Urin der Biertrinker wäre es den Färbern im Mittelalter nicht möglich gewesen, Wolle blau zu färben.

Das Trinken geschah am Sonntag, dann wurde der Stoff eingelegt und am Montag zum Trocknen aufgehängt.

Während dieser Trockenphase hatten die Färber ihren Rausch ausschlafen und konnten „blau machten“.

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7. „Den Ball flach halten“

Wer hätte das gedacht – diese Redewendung stammt tatsächlich aus dem Fußball. Hohe und weite Schüsse lassen sich schwer kontrollieren. Flache Passe sind besser zu kontrollieren und bergen ein geringeres Risiko.

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8. „Die Arschkarte ziehen“...

Ebenfalls hat diese Redensart ihren Ursprung im Fußball. Sie hat damit zu tun, dass der Schiedsrichter früher die Rote Karte in der Gesäßtasche trug und die Gelbe Karte in der Hemdtasche. Mit der „Arschkarte“ wurde der Spieler also vom Platz gestellt.

Der unterschiedliche Aufbewahrungsort war zur Zeit des Schwarz-Weiß-Fernsehens besonders wichtig, damit die Zuschauer direkt erkennen konnten, ob ein Spieler mit einer Roten oder Gelben Karte bestraft wurde.

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9. „It's raining cats and dogs“

Diese Redewendung hat wahrscheinlich wirklich etwas mit Tieren zu tun. Sie stammt vermutlich aus dem 17. oder 18. Jahrhundert. Damals waren viele englische Städte zugemüllt. Zudem gab es keine Kanalisation. Bei starkem Regen wurden dann schon mal tote Tiere durch die Straßen gespült.

Heute verstehen wir unter „It's raining cats and dogs“ schlechtes Wetter und Dauerregen.

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10. „Auf den Keks gehen“

Wenn jemand nervt, wird dieser Spruch schon mal verwendet. Woher er kommt, ist nicht ganz klar. Vielleicht aus dem Englischen: „cake“ oder „fruitcake“. In den 1960er Jahren wurden durchgeknallte, verrückte Personen so bezeichnet.

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