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WINTERHUDE

Brandanschlag auf Ex-Senator

Sie kommen mitten in der Nacht, werfen Farbbomben und zünden Autos an. Ihre Opfer sind meistens Politiker, Manager oder Wirtschaftsbosse. Jetzt schlugen Autonome erneut zu - und verübten einen Brandanschlag auf den Wagen des Finanzstaatssekretärs Thomas Mirow (53, SPD) vor dessen Haus in Winterhude.



Es ist kurz nach 3 Uhr, als Nachbarn gestern von einem lauten Knall geweckt werden. Sie sehen das Feuer, alarmieren sofort die Polizei. Thomas Mirow, seine Frau, die Journalistin Barbara Mirow, und die beiden Töchter sind nicht zu Hause, als die Beamten eintreffen. Mit einem Brandbeschleuniger hatten die Täter den Mini Cooper, der direkt vor dem Backsteinhaus stand, angezündet. Durch die Hitze wurden Fenster und die Fassade zerstört. Zudem warfen die Unbekannten blaue Farbbeutel gegen die Hauswand.



Bürgermeister Ole von Beust (CDU) zeigte sich gestern bestürzt über den Brandanschlag. "Ich bin erschrocken, wie hemmungslos und brutal die Täter vorgegangen sind", sagte der Bürgermeister. "Sie haben den Frieden der Weihnacht mit Füßen getreten." Über den materiellen Schaden hinaus sei in besonders infamer Weise die Gefährdung des Lebens der Mirows in Kauf genommen worden, erklärte von Beust. "Wir Hamburgerinnen und Hamburger stehen zusammen im Vertrauen darauf, dass unsere Polizei alles tut, um die Täter so schnell wie möglich zu fassen", sagte der Bürgermeister. Doch noch gibt es keine Spur von den Tätern. Auch ein Bekennerschreiben ist nicht aufgetaucht. Die Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamts hat die Ermittlungen übernommen.



Über den Anlass des Anschlages wird derzeit nur spekuliert: Mirow, der bis 2001 Wirtschaftssenator in Hamburg war, ist im Bereich Europapolitik für Finanzmärkte zuständig. Er ist Mitunterzeichner eines Papiers des "Managerkreises", einer Arbeitsgruppe der Friedrich-Ebert-Stiftung. Das Papier hat sich für ein weniger ängstliches Verhältnis gegenüber Finanzinvestoren ausgesprochen. Das könnte Globalisierungsgegner auf den Plan gerufen haben.



Zuletzt hatten Autonome Ende April den Wagen des Leiters des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), Thomas Straubhaar, vor dessen Haus in Reinbek (Kreis Stormarn) in Brand gesetzt und sein Haus mit Steinen und Farbbeuteln beworfen.

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Datum:  27.12.2006
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Julia Sextl

Relativ häufig muss ich kurzfristig ein Taxi bestellen, um noch pünktlich zu einem Termin zu kommen. Meistens stehe ich schon auf der Straße, wenn der Wagen