Der Brief der CDU-Fraktion Mitte klingt dramatisch: Das diesjährige Dockville-Festival (14.-16.8.) stehe vor dem Aus, da der Veranstalter nach derzeitigem Beschluss seine Pforten täglich bereits um 23 Uhr schließen müsse. Tatsächlich hat die zuständige Bezirksversammlung so entschieden, denn in den vergangenen Jahren hatte es Beschwerden über den Festival-Lärm gegeben. Dockville-Mitorganisator Jean Rehders (29) aber gibt zu bedenken: "Bei einem Festival kann man die Leute schlecht um 23 Uhr nach Hause schicken."
Das Ende für das feine Open-Air in Wilhemsburg? Klaus Lübke (46), stellvertretender Sprecher der SPD im Regionalausschuss Wilhelmsburg-Veddel, winkt ab: "Der Regionalausschuss darf dem Dockville eine Sondergenehmigung erteilen, und das wird unsere Rot-Grüne-Mehrheit heute auch so entscheiden." Lübke zufolge soll der "leise Teil des Festivals" über 24 Uhr hinaus stattfinden können und an einem Tag auch die Hauptbühne bis 24 Uhr bespielt werden. Klingt so, als seien sich doch alle einig - gut für das Dockville und seine Fans.