Elbe und Kanäle: Europas größte bewohnte Flussinsel erkundet man am besten vom Wasser aus - und macht dabei so manche überraschende Entdeckung. Morgen in der MOPO am Sonntag
Seit Jahren hat die Technische Universität Hamburg-Harburg (TU) um ein neues Gebäude gekämpft, weil sie völlig aus den Nähten platzt. Nun endlich gibt es eine Lösung. Wie von der Hochschule gewünscht, wird nun eine benachbarte Kaserne zum Uni-Gebäude umgebaut - der Wirtschaftskrise sei Dank.
Die ehemalige Pionierkaserne an der Schwarzenbergstraße/Ecke Kasernenstraße verfällt seit Jahren. Die TU Harburg dahinter hat ein Auge darauf geworfen, weil sie mittlerweile doppelt so viele Studenten hat als bei ihrem Bau geplant. Doch es haperte mit dem Geld, denn 24 Millionen Euro sind nötig.
Die Rettung bringt nun ausgerechnet die Wirtschaftskrise. 10 Millionen Euro spendiert die Bundesregierung mit ihrem Konjunkturpaket. Den Rest steuern die Stadt Hamburg und die TU bei, die mit Erlaubnis ihrer Studenten fünf Millionen Euro aus Studiengebühren dafür einsetzt.
Und das ist geplant: Seit dem Zweiten Weltkrieg klafft in dem Gebäudekomplex eine Lücke, dort kommt ein gläserner Neubau hin. Damit es einheitlich aussieht, bekommt der Gebäudeteil rechts neben dem Hauptportal ebenfalls eine Glasfront. Außerdem wird die Kaserne saniert. In den Neubau ziehen Hörsäle und Seminarräume, außerdem die Präsidialverwaltung.
An der TU ist man nicht nur über den zusätzlichen Platz glücklich. Präsident Erwin Kreuzer: "Mit diesem Bauvorhaben erhält die TU ein richtiges Eingangstor." Baubeginn: Ende 2010. Im Jahr 2012 soll alles fertig sein.
(MOPO vom 08.08.2009 / SEITE 14)