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Wilhelmsburg

Ein Biotop muss für die Umweltbehörde sterben

Direkt daneben werden Tausende Bäume für eine Parklandschaft gerodet. Der BUND wirft dem Senat vor, ohne Genehmigung abzuholzen und nicht mal für entsprechende Ausgleichsflächen zu sorgen.



Ein Tümpel, alte Bäume, Wiese - so sieht die Fläche neben den S-Bahngleisen aus, die für den Behördenbau planiert wird. Für Naturschützer wird ein "besonders geschütztes Feuchtbiotop" zerstört. "Als wäre das nicht genug, plant die Behörde nicht den vorgeschriebenen Ausgleich", sagt BUND-Vorstand Harald Köpke.



In der Tat wird als Ausgleich kein Parkplatz zum Frosch-Paradies umgewandelt. Stattdessen wird ein drei Kilometer entfernter Acker "aufgewertet", so Umweltbehördensprecher Volker Dumann. "Da entsteht eine Feuchtwiese inklusive Sumpfwald". Dem BUND reicht das nicht, er sieht einen Verstoß gegen die Naturschutzbestimmungen.



Dazu kommt, dass 750 Bäume für die Internationale Gartenschau gefällt wurden - "etliche ohne Genehmigung", so das Bezirksamt Mitte. Dabei hatte Umweltsenatorin Anja Hajduk 2008 versprochen, Bäume werden "nur in Ausnahmefällen" gefällt. Doch bis zum nächsten Jahr sollen bis zu 2250 weitere den Kettensägen zum Opfer fallen (MOPO berichtete), um einen Designer-Park anzulegen. Die Umweltschützer laufen Sturm gegen die Pläne. Immerhin: Mitte Mai soll das lange versprochene Naturschutzkonzept vorgestellt werden.

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Datum:  18.3.2010
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