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WILDPARK SCHWARZE BERGE WIRD 40

Die Tier-Oase vor der Stadt

E ine Elch-Familie beim Abendspaziergang. Mama Elch stolziert vorne weg, die Elch-Kinder stolpern ungelenk hinterher. Das Brüllen eines Hirschen hallt donnernd durch den Wald. Und gleichzeitig huschen Luchse durchs Gelände. Die spitzen Puschel an den Ohren verraten sie.



Der Wildpark Schwarze Berge - ein Stück heile Welt direkt vor den Toren der Stadt. Einen runden Geburtstag feiert er an diesem Wochenende. Vor 40 Jahren, am 26. Juni 1969, wurde er eröffnet. Schwarz- und Rotwild, Mufflos und Wisente zählten zu den ersten vierbeinigen Bewohnern.



Gründer waren acht Vahrendorfer, die gemeinsam einen Bauernwald an der hamburgisch-niedersächsichen Grenze besaßen. Einer von ihnen, Günter Meyer, hatte die zündende Idee. Er, ein Busunternehmer, hatte auf seinen Reisen mehrere Wildparks erlebt und war fasziniert von der Idee, ebenfalls einen zu eröffnen.



Wasser, Strom, Schutzhäuser, Zäune, Tiere - auf die Investoren kamen hohe Kosten zu. Als Sicherheit für einen Kredit verpfändeten sie der Bank erntereifes Stammholz, das in großen Mengen im Wald stand. Und so wurde im Spätherbst 1968 mit den Bauarbeiten begonnen. Es ging schnell voran, bis sich im März 1969 der schon zu Ende geglaubte Winter mit aller Macht zurückmeldete. Eine meterdicke Schneeschicht begrub alles. Eine vierwöchige Zwangspause folgte. Der Eröffnungstermin im Juni konnte trotzdem eingehalten werden.



50 Hektar groß ist der Park heute, 100 Arten leben hier - insgesamt rund 1000 Tiere. "Für uns steht im Mittelpunkt, unseren Besuchern die heimischen Arten näherzubringen", sagt Arne Vaubel, der Geschäftsführer des Parks. "Dass viele Städter beispielsweise Rehe und Hirsche nicht auseinanderhalten können - das möchten wir ändern."



Auch darum wurde vor sieben Jahren das Natur-Erlebnis-Zentrum (NEZ) geschaffen. Hier können Kinder mit Frettchen Frieda an der Leine den Wildpark erkunden. Oder Erwachsene während einer Erlebnis-Rallye eine Wolfsfütterung erleben. Aber es ist auch möglich, dass Klassen ihren Biologie-Unterricht nach draußen verlegen und die Schüler als Tierforscher Verhaltensstudien an ausgewählten Arten durchführen.



Wie auch immer - der Tierpark Schwarze Berge verbindet zwei Dinge miteinander: Lebendige Naturkunde und jede Menge Spaß.

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Datum:  27.6.2009
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