Wenn andere über das Wetter reden, dann ist das für ihn nicht nur Small Talk. Frank Böttcher (41) ist Leiter des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation in Rotherbaum und Moderator beim Fernsehsender Hamburg 1. Neben den Prognosen zu Sturm, Hagel, Regen oder Sonnenschein interessiert ihn ganz besonders eine Frage: Gibt es eigentlich Klimaunterschiede innerhalb der Stadt?
Ja! Im Süden Hamburgs ist es wärmer als im Norden, allerdings regnet es dort auch häufiger. Um das herauszufinden, ließ er vor einem Jahr Wettermessstationen an 15 Schulen von Ahrensburg bis Wilhelmsburg anbringen. Die Ergebnisse werden fortlaufend von Lehrern und Schülern überprüft und im Unterricht ausgewertet. Eine willkommene und praxisbezogene Anwendung zu den Themen "Klimawandel" und "Nachhaltigkeit", die auf dem Lehrplan stehen.
Für Juni ergaben sich aus den Messungen folgende Ergebnisse: Am wärmsten war es in Wilhelmsburg und Rotherbaum (Durchschnittstemperatur je 15,1 Grad), im Vergleich zum kühleren Poppenbüttel (13,8 Grad) im Norden. "Wo es viele Grünflächen gibt, da verdunstet die Luft auch mehr. Das sorgt für Kälte. Im Stadtzentrum und im Süden speichern die vielen Gebäude die Wärme. Deshalb ist es dort nicht so kühl", sagt Frank Böttcher. Der meiste Regen fiel dagegen in Sinstorf (82 Liter pro Quadratmeter), im Vergleich zum "trockenen" Norderstedt, wo im Juni nur 50 Liter auf den Quadratmeter niederprasselten. "Einen Zusammenhang hierfür gibt es nicht", so Böttcher, "der Regen fällt in Hamburg willkürlich."
Der amerikanische Schriftsteller T.C. Boyle erreicht mit seinen Büchern („Wenn das Schlachten vorbei ist“, 2012) ein Millionenpublikum. Der Mann hält wenig von den Menschen, auch weil die die Umwelt zerstören.