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Sturmflutwarnung im Norden - Bohrplattform losgerissen

Hamburg - Ein schwerer Sturm hat in der Nacht und am Morgen erhebliche Schäden im Norden angerichtet. Im Hamburger Hafen riss sich ein Containerschiff los, konnte aber mit Hilfe eines Schleppers wieder gesichert werden, berichtete die Feuerwehr am Mittwochmorgen.

Gegen Mittag wird eine schwere Sturmflut mit Wasserständen von etwa drei Metern über dem mittleren Hochwasser erwartet. Die Polizei sperrte Teile des Hafens für den Autoverkehr. Tief liegende Straßen und Plätze wie der Fischmarkt in Altona sollen auf jeden Fall überschwemmt werden. Die Polizei bittet Autofahrer, ihre Fahrzeuge rechtzeitig in höher gelegene Gebiete zu bringen.

Am Morgen hatte das zur Ostsee ziehende Sturmtief «Britta» die deutsche Nordseeküste erreicht. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 144 Kilometern in der Stunde fegten orkanartige Böen über den Flugplatz im ostfriesischen Harlesiel hinweg. In der Elbe trieb eine Leiche, ein Zusammenhang mit dem Sturm ist jedoch nicht sicher.

In der Nordsee riss der erste schwere Herbststurm dieses Jahres eine Bohrplattform mit 75 Personen an Bord aus der Verankerung. Sie treibt seitdem unkontrolliert auf der norwegischen Nordsee. Wie die Rettungszentrale für Südnorwegen bei Stavanger am Mittwochmorgen mitteilte, hatte sich die Bohrplattform in der Nacht losgerissen, als sie in die offene See geschleppt werden sollte. Der derzeitige Sturm habe Geschwindigkeiten «weit über Orkanstärke», hieß es weiter.

In Teilen Schwedens herrschten in der Nacht und am Morgen chaotische Verkehrsverhältnisse wegen eines Kälteeinbruches mit heftigen Schneefällen.

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Datum:  1.11.2006
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