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Weihnachtsgebäck

Rezepte: Unsere Lieblings-Naschereien zum Advent

Unsere Lieblings-Naschereien zum Advent

Saftiger Stollen mit viel Liebe zubereitet



Leonhard Bader (27), Küchenchef auf dem Süllberg in Blankenese: “Meine Mutter hat in der Weihnachtszeit immer Stollen gebacken. Da habe ich schon als kleiner Bub am leckeren Teig genascht bis der Bauch weh tat. Diese wunderschöne Kindheitserinnerung fließt auch heute noch in meine Weihnachtsbäckerei mit ein. Traditionelle Rezepte sind mir immer noch die Liebsten. Bei der Zubereitung des Stollens sollte man darauf achten, dass man besonders viel Liebe in den Vorteig legt und den gut gehen lässt. Auch die eingelegten Sultaninen sollten ausgiebig im Rum ziehen. Wenn man dies beides beachtet, wird der Stollen schön saftig und hält sich bei kalter, dunkler und trockener Lagerung über mehrere Wochen."



"Süllberg" Karlheinz Hauser, Süllbergsterrasse 12. 22587 Hamburg. Tel.

(040)8662520, Mo-So 7.30 Uhr - 23 Uhr





Ganz zarte Schmalznüsse



Adolf Andersen (73), Chef-Patissier des Café Andresen in Wandsbek: “ Es gibt doch nichts schöneres, als mit einer heißen Tasse Kaffee und gutem Gebäck im warmen Wohnzimmer zu sitzen. Die Dithmarscher Schmalznüsse habe ich das erste mal auf dem Geburtstag meiner Tante gegessen. Seit dem gehören diese Weihnachtsplätzchen zu meinen Favoriten. Das Besondere an diesem Mürbegebäck ist der zarte Schmelz auf der Zunge. Das kommt durch die besondere Verbindung aus Schmalz und gutem Erdnussfett. Und das Rezept ist wirklich einfach. Man muss nur einige Dinge beachten: erst alle Zutaten glatt rühren und nur ganz wenig Wasser mit dem Salz dazu geben, dann erst das Mehl zufügen und den Teig nicht zu lange kneten.”



"Café Andersen", Wandsbeker Marktstr. 153, 22041 Hamburg, Tel. (040) 68946411, Mo-So 8 Uhr - 18 Uhr





Gefüllter Honigkuchen - ein Renner



Ralf Hempel (46), Konditormeister der “Kleinen Konditorei" in Eimsbüttel:

“Der Geruch in der Backstube ist zur Weihnachtszeit phantastisch ­ all diese Gewürze, die um die Wette duften. Traditionelle Rezepte sind mir in der Weihnachtszeit immer noch sehr wichtig, allerdings finde ich es spannend sie modern zu interpretieren. So wie bei dem gefüllten Honigkuchen. Der gehört schon seit Jahren zum festen Weihnachtssortiment der ,Kleinen Konditorei¹ und ist der Renner. Am besten legt man den fertig gebackenen Teig vor der Weiterverarbeitung über Nacht mit einem Apfel oder einem alten Stück Brot zusammen in eine geschlossene Dose. Der Honigkuchen nimmt so die Feuchtigkeit von dem Apfel oder Brot auf. Mit diesem Hausfrauen-Tipp gelingt das Rezept besonders gut."



"Die kleine Konditorei", Lutterothstr. 9-11, 20255 Hamburg, Tel. (040) 406060 Mo-Fr 6 Uhr- 18.30 Uhr, Sa 7 Uhr - 18 Uhr, So 7.30 Uhr - 18 Uhr





Vanillekipferl wie bei Muttern



Kathrin Wheeldon (30), Konditorin im Café Gnosa in St. Georg: “Die Weihnachtszeit ist etwas ganz besonderes. Es duftet herrlich und es kommt oft vor, dass ein Kunde vom Duft angelockt einfach mal in der Backstube steht. Das finde ich schön, sonst hat man in der Konditorei sehr wenig direkten Kundenkontakt. Ab dem ersten Advent stellen wir auch wieder unser selbstgebackenes Hexenhaus in das Fenster des Gnosa. Da freue ich mich auch schon auf die Resonanz der Menschen. Dieses Vanillekipferl-Rezept verbinde ich mit meiner Mutter. Mit ihr habe ich schon als Kind leidenschaftlich zu Weihnachten gebacken. Ich mag besonders, dass der Teig nicht so süß ist und so die Vanille und die Mandeln viel besser zur Geltung kommen. Das schmeckt wirklich jedem!"



"Café Gnosa", Lange Reihe 93, 20099 Hamburg, Tel.(040) 243034, Mo. - So. 10 Uhr - 1 Uhr





Leckere Muskat-Nougatkugeln



Hermann Rottmann (50), Konditor und Food-Stylist im Café Sha in Ottensen: “Traditionelle Rezepte zu Weihnachten finde ich langweilig. Ich experimentiere gerne mit Zutaten und hole mir neue Anregungen von überall her. So entsteht aus alten Rezepten etwas ganz neues und ungewöhnliches. So auch bei den Muskat-Nougatkugeln. Einfache Plätzchen sind mir oft zu trocken und so habe ich nach etwas anderem gesucht. Dabei bin ich auf Muskat gestoßen, dass ein echt tolles Gewürz ist und nebenbei auch noch stimmungsaufhellend wirkt. Die weiche Füllung aus Nougat und Muskat klingt im ersten Moment ungewöhnlich, passt jedoch hervorragend zusammen. Mein Tipp: Wenn man die Karamelverzierung weg lässt, halten sich die Muskat-Nougatkugeln bei trockener und dunkler Lagerung drei bis vier Wochen."



"Café Sha", Daimlerstr. 12, 22763 Hamburg. Tel. (040) 39805855, Mo. - Fr. 8.30 Uhr - 22 Uhr, Sa., So. 10 Uhr - 22 Uhr



(ca)

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Datum:  25.11.2009
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