Vor dem Wandsbeker Rathaus kratzen bald die Kufen. Vom 1. Dezember bis zum 7. Januar lädt der "Wandsbeker Winterzauber" zum Schlittschuhlaufen auf die mit 600 Quadatmetern wohl größte mobile Eisbahn der Stadt.
Gestern stellten Bezirksamtsleiter Gerhard Fuchs und Hans-Jürgen Jessen, Chef der "Constructiv Event Consulting GmbH", das 140000-Euro-Projekt vor. Auf einer faltbaren Aluminium-Eisbahn gehts täglich zwischen 10 und 22 Uhr richtig rund. Bis zu 150 Schlittschuhläufer sollen auf dem Parcours gleichzeitig ihre Pirouetten drehen können. Kinder werden auf einer 150 Quadratmeter großen Fläche bei ersten Eislaufversuchen betreut. Auch Schulen sollen die Möglichkeit bekommen, das Eis zu nutzen. Lackschuh gegen Schlittschuh tauschen heißt es beim "After-Work-Skating". Sonnabends ist "Disco on Ice" geplant.
Eislaufen hat in Wandsbek Tradition. Fuhrunternehmer Franz Gladow betrieb 1881 auf dem Marktplatz die erste künstliche Eisbahn Deutschlands. Das Publikum ließ sich nicht zwei Mal bitten, drehte genussvoll Schleifen und Kreise. Dieses nostalgische Gefühl soll 125 Jahre später wiederkehren. "Im Sinne der Stärkung des Wandsbeker Zentrums lassen wir wieder etwas aufleben", freut sich Bezirkschef Fuchs. "Das soll keine Eintagsfliege bleiben." Insgesamt werden 20000 Läufer erwartet. Der Eintritt für Erwachsene kostet pro 90 Minuten 2,50 Euro, für Kinder 1,50 Euro.