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US-Wahlkampf: TV-Duell der Republikaner-Kandidaten

Washington - Beim Thema Irak-Krieg vereint und in sozialen Fragen wie Abtreibung, Stammzellenforschung und Einwanderung gespalten: Die zehn Präsidentschaftskandidaten der republikanischen Partei von US-Präsident George W. Bush haben bei ihrem ersten Fernsehduell signalisiert, wohin die USA unter ihrer Amtsführung ab 2009 steuern würden.

Nahezu einmütig befürworteten die Bewerber am Donnerstag (Ortszeit) in Simi Valley in Kalifornien mehr Druck auf die Führung in Teheran, damit der Iran nicht in den Besitz einer Atomwaffe kommt. Einige Kandidaten äußerten vorsichtige Kritik an Bush vor allen wegen Fehler im Irak-Krieg. Nach Einschätzung der meisten US-Kommentatoren gab es bei der Debatte keine klaren Gewinner oder Verlierer.

Das 90 Minuten lange TV-Wahlkampfduell wurde in der Bibliothek des verstorbenen US-Präsidenten Ronald Reagan ausgetragen. Alle zehn Kandidaten versuchten, sich als Erben Reagans und Hoffnungsträger der Partei zu präsentieren. Reagans Ehefrau Nancy (85) verfolgte die Debatte an der Seite von Gouverneur Arnold Schwarzenegger. In einer Frage herrschte unter allen Kandidaten völlige Einigkeit: Der demokratischen Senatorin Hillary Clinton und deren Ehemann, Ex- Präsident Bill Clinton, müsse die Rückkehr ins Weiße Haus versperrt werden.

In der Außenpolitik wollen neun der zehn republikanischen Bewerber anders als die US-Demokraten den Krieg im Irak fortsetzen und der neuen Sicherheitsstrategie von Bush eine Chance geben. Der Iran wurde als große Gefahr beschrieben. Der Ex-Bürgermeister von New York, Rudolph Giuliani, nannte Irans Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad eine «irrationale Person». Nach den Worten von Senator John McCain bleibt ein Militärschlag die letzte Option. Aber dafür sei es jetzt noch zu früh.

Die meisten Unterschiede traten bei sozialen Themen hervor. Besonders strittig sind unter den Republikanern Themen wie Abtreibung, Stammzellenforschung und illegale Einwanderung. Mit Spannung wurde deshalb vor allem die Auseinandersetzung zwischen den drei bei Umfragen in Führung liegenden Republikanern - Giuliani, McCain und Ex-Gouverneur Mitt Romney - erwartet. McCain und Giuliani befürworteten im Gegensatz zu den religiösen und konservativen Strömungen in der Parteibasis die embryonale Stammzellenforschung. In der Abtreibungsfrage bezog Giuliani die liberalste Position und sagte, diese Entscheidung solle letztendlich der Frau überlassen werden.

In den letzten drei der 90 Minuten sollten sich die Kandidaten zum derzeitigen Präsidenten äußern. Während McCain von fürchterlichen Fehlern im Irak-Krieg sprach und die Ausgabendisziplin bemängelte, hielten sich sowohl Giuliani als auch Romney mit Kritik zurück. Die Geschichte werde sich daran erinnern, dass Bush nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 die richtigen Entscheidungen getroffen und die USA zurück in die Offensive gegen Terroristen gebracht habe, sagte Giuliani.

Offene Kritik am Parteivorsitzenden Bush ist für jeden Bewerber eine schwierige Gratwanderung. Mehr als zwei Drittel der Parteibasis stimmen der Amtsführung von Bush zu. Außerdem ist Bush ein erstklassiger Spendensammler für Wahlkämpfe.

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Datum:  4.5.2007
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Julia Sextl

Relativ häufig muss ich kurzfristig ein Taxi bestellen, um noch pünktlich zu einem Termin zu kommen. Meistens stehe ich schon auf der Straße, wenn der Wagen