Der Richter stellte das Verfahren gegen eine Zahlung von 500 Euro Schmerzensgeld ein.
Die alleinerziehende türkische Mutter war am 10. November 2009 im Wilhelmsburger Ortsamt ausgerastet. Sie habe sich um eine Wohnung für ihre Mutter kümmern wollen, sagte die Angeklagte mit dem goldschimmernden Kopftuch gestern. Während sie auf dem Flur wartete, habe die Behördenmitarbeiterin sie gegenüber einem Kollegen als "Schmarotzer" bezeichnet, das habe sie genau durch eine geschlossene Tür gehört.
"Dann kam es zu gegenseitigen Beleidigungen", so die Harzt-IV-Empfängerin gestern. "Ich habe den Stuhl aber nicht geworfen, sondern nur dagegengetreten." Die Sachbearbeiterin bestreitet den Ausdruck "Schmarotzer" und schilderte, dass sie dem Wurfgeschoss nur ausweichen konnte, weil sie Handball-Torwartin ist. Ayse C. akzeptierte die Schmerzensgeldzahlung.