Er sollte sich für Tiere einsetzen und bereicherte sich selbst: Heute beginnt vor der Großen Strafkammer 28 der lang erwartete Untreue-Prozess gegen Wolfgang Poggendorf (71), den Ex-Chef des Hamburger Tierschutzvereins (HTV). Die Richter haben nur einen Verhandlungstag angesetzt, das Urteil wird am Nachmittag erwartet.
Die Anklagepunkte:
Im Juni 2007 erwarb Poggendorf vom HTV eine Eigentumswohnung auf Sylt für 130000 Euro. Er soll seinen Vorstandskollegen verschwiegen haben, dass zwei Kaufinteressenten einen höheren Preis geboten hatten.
Im Juni 2002 soll er Inhaberschuldverschreibungen im Gesamtwert von 100000 Euro als Spende für den HTV entgegengenommen haben, ohne diese dem Vermögen des HTV zuzuführen. 2004 soll er für sich die Inhaberschuldverschreibungen verkauft haben. Dem HTV soll dadurch ein Schaden von 106227,66 Euro entstanden sein.
Im November 2006 soll Poggendorf Montblanc-Schreibgeräte für den HTV gekauft haben und dafür 10381 vom HTV überwiesen haben, obwohl der Verein für einen Differenzbetrag von 1575 Euro keine Schreibgeräte erhalten hat. Zudem soll er zwei Kugelschreiber zurückgegeben und den Gegenwert von 315 Euro behalten haben.
2006 soll er sich auf Vereinskosten eine professionelle Fotoausrüstung für 6197,81 Euro gekauft haben.
Im Februar 2004 soll er in einem Schließfach einer Erblasserin Wertpapiere für 81581,61 Euro vorgefunden haben. Das Geld floss auf das Konto seiner Frau.
Im Oktober 2003 soll er 29000 Euro in bar aus einer Erbschaft auf ein Vereinskonto überwiesen haben, ohne die zwei Miterben zu informieren.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?