Mehr als tausend Kröten verendeten vor zehn Tagen an einem Tümpel am Volkspark (MOPO berichtete). "Alle untersuchten Tiere wiesen Hackspuren von Vögeln auf", so Thomas Kühn, Sprecher des Instituts für Hygiene und Umwelt, das die Untersuchung leitet. "Bei allen Tieren fehlte die Leber, die oft von Möwen und anderen Vögeln verspeist wird."
Bakterien und Pilze werden nach umfangreichen Tests als Todesursache ausgeschlossen. "Wir haben die Kröten auf sämtliche für Menschen und Tiere schädlichen Bakterien untersucht und nichts gefunden", so Kühn. "Auch die Wasserqualität scheidet als Ursache aus." Sie sei vergleichbar mit der der Alster oder Elbe.
Auch die Theorie, dass ein südamerikanischer Pilz die Frösche zum Platzen gebracht hat, bewahrheitete sich nicht. "Nach einem DNA-Test sind wir sicher, dass keine Erreger über den Zufluss von der Trabrennbahn eingeschleppt wurden", so Kühn.
Doch Werner Smolnik vom Naturschutzbund Altona, Augenzeuge des Sterbens am Todestümpel, bleibt skeptisch: "Die Kröten blähten sich auf und zerplatzten regelrecht." Für Wissenschaftler Kühn eine Bestätigung seiner Theorie: "Durch Vogelattacken bereits geschädigte Kröten blasen sich im Todeskampf auf."
CJP
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