Mit dieser Aussage könnte der Panikrocker für echte Panik in der Stadt sorgen! Udo Lindenberg, Wahrzeichen und Ikone Hamburgs, droht mit dem Wegzug! „Vielleicht bleibe ich nicht für immer in Hamburg“, sagt der Kultmusiker jetzt zum ersten Mal ganz ernst. Und er hat seine Gründe:
„Hamburg ist keine Rock-City mehr“, bedauert Lindenberg. „Der Senat ballert die Millionen in die Elbphilharmonie, aber für Nachwuchsbands, für Musikförderung, Probebühnen, Workshops und Projekte ist kein Geld da.“ Der Rockstar hat große Pläne in seiner Wahl-Heimat: „Ich will ein Panikmuseum in der Speicherstadt eröffnen.“
Udos Werke und Sammlerstücke sollen dort gezeigt werden. Kaufmann Detlev Fischer, der gestern als Bauherr das renovierte Luxuswohnhaus „Palais Jil“ in Pöseldorf präsentierte und Udo dort als Gast begrüßte, steht ihm als Investor zur Seite.
„Doch die Stadt muss sich rühren, nicht so lahmarschig sein“, warnt Lindenberg, der sich mehr Interesse vom Senat wünscht. Von Berlin wird er dagegen umworben. In der Hauptstadt startet deshalb auch sein erstes Musical.
Udo macht deutlich: „Ich liebe Hamburg und würde bleiben. Aber wenn die Kulturpolitik so weitermacht, wird's schwierig.“
(lb)