Eigentlich sollte Harry Rowohlt am Donnerstag eine Lesung in Köln halten. Doch der Hamburger Autor, Übersetzer und "Lindenstraßen"-Schauspieler sagte kurzfristig ab. Der Grund ist schwerwiegend: Rowohlt leidet an Polyneuropathie, einer Nervenkrankheit. "Ich kann kaum gehen, ohne lang hinzuschlagen", erklärte der 62-Jährige, der mit seiner Rolle als Penner Harry längst Kult-Status erlangt hat. Laufen ist für ihn mittlerweile zur Unfall-Gefahr geworden, ohne Begleitung geht nichts mehr.
Das Schlimme: Polyneuropathie ist nicht heilbar, höchstens therapierbar. Es handelt sich um eine Schädigung bestimmter Nervenbahnen. Häufig sind die Füße betroffen, es kommt zum Taubheitsgefühl. "Es ist fraglich, ob ich überhaupt je an entfernteren Orten werde Lesungen veranstalten können", so Rowohlt, der ein echtes Eppendorfer Original ist.
Dabei sind gerade seine exzessiven Solo-Bühnenauftritte, die manchmal mehr als sechs Stunden dauern, legendär und äußerst beliebt. Auch die "Lindenstraßen"-Kollegen sind in Sorge. Doch ihr "Lieblings-Penner", seit 12 Jahren in der Serie dabei, gibt sich nicht geschlagen. Rowohlt schrieb Produzent Hans W. Geißendörfer bereits ein Fax. "Ich will weiterspielen!" Zur Not eben nur noch im Sitzen. Mithilfe einer Kernspin-Untersuchung und verschiedenen Therapie-Formen hofft Rowohlt, der Krankheit entgegenwirken zu können. Bis zum 6. August ist bei der "Lindenstraße" drehfreie Zeit. "Danach rechnen wir alle fest mit ihm. Sonst müssten die Bücher komplett umgeschrieben werden", so "Lindenstraßen"-Sprecher Wolfram Lotze.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?