Die deutsche Sprache hat er noch immer im Repertoire. "Das habe ich an der Uni in Amsterdam studiert", verrät Khalid Sinouh (33). Der Multikulti-Keeper (Sohn marokkanischer Einwanderer) wurde in Holland geboren, spielte Fußball in der Türkei, auf Zypern - und beinahe in Südafrika. "Ich war schon in Kapstadt, wollte da gerade einen Dreijahresvertrag unterschreiben. Aber dann kam der HSV, und ich musste nicht überlegen ..."
Für den 1,91-Meter-Mann ist im Karriere-Frühherbst ein Traum in Erfüllung gegangen. "Wenn man in Holland spielt, schielt man auf die Bundesliga. Und wenn man bei so einem Klub in die Küche gucken kann, dann macht man das", schmunzelt Sinouh und ergänzt: "Ich wäre auch gekommen, um den Platz zu kreiden."
Sinouh wird sich auf seinen Job als Keeper konzentrieren können - als Nummer drei hinter Rost und Hesl. "Ich kenne meinen Platz, aber natürlich bin ich ehrgeizig und will spielen." Ob der HSV-Traum für den sympathischen Schlussmann übers Saisonende hinaus weitergeht, liegt an ihm.