Wende im Vergewaltigungsprozess gegen den Hamburger Polizisten Kamiar M. (27): Ausgerechnet ein Brief der Ex-Freundin droht die Anklage zum Einsturz zu bringen. Pamela H. will beobachtet haben, wie ihr früherer Freund sein Haus mit einer fremden Frau betreten hat. Und zwar ohne diese an den Haaren hinter sich her zuzerren, wie das angebliche Vergewaltigungsopfer behauptet hatte.
Der Brief der Verflossenen bringt die Staatsanwaltschaft in Beweisnöte: "Ich habe euch turtelnd ins Haus gehen sehen, kannst du dir vorstellen, wie weh das tat?", schreibt Pamela H. Laut Anklage soll der gebürtige Iraner mit deutscher Staatsbürgerschaft sein Opfer gewaltsam in seine Wohnung gezerrt und dort vergewaltigt haben.
Die zweifache Mutter (34) hatte dem Gericht eine zweieinhalbstündige Vergewaltigung geschildert, davon anderthalb Stunden Oralverkehr. Sie hatte den Polizisten am selben Abend auf dem Rissener Dorffest kennen gelernt.
Weil die Richterinnen von dem entlastenden Brief in der Akte wussten, die Staatsanwaltschaft aber nicht, stellte der Staatsanwalt einen Befangenheitsantrag gegen die Kammer - ein höchst ungewöhnlicher Vorgang. Der Ankläger fürchtet einen Freispruch: "Die Richterinnen haben sich offensichtlich eine Meinung gebildet, von der sie nicht mehr abrücken." Der Vertreter des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers will unterdessen Polizistinnen laden, die beweisen sollen, dass Kamiar M. auf seinem Laptop Oralsex-Pornos geguckt hat. Und zwar während er den Wasserturm im Schanzenpark bewachen sollte.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?