Beim Stichwort Drogen schrillen bei den meisten Menschen die Alarmglocken. Es ist ein Thema, das Ängste auslöst - auch in Wandsbek. Dort haben besorgte Eltern am Wochenende eine Bürgerinitiative gegen die Einrichtung einer Fachklinik für ehemalige Suchtkranke gebildet. Problem: Die Klinik soll in ein Gebäude ziehen, das an drei Schulen grenzt.
Erst im Mai hatte der Verein "Jugendhilfe" das frühere Polizeikrankenhaus Witthöftstraße sowie das Haus Schädlerstraße 24 gekauft. Ab Juli 2001 sollen dort 44 abstinente Menschen behandelt werden, die sich für ein Leben ohne Drogen entschieden haben. Außerdem wird es eine "Clean-WG" mit 18 Plätzen geben, in der Ex-Junkies auf eine neue berufliche und soziale Zukunft vorbereitet werden sollen.
Ein Projekt, das von der Politik unterstützt wurde. Die Bürgerschaft beschloss die Bereitstellung von vier Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm. Nur die baurechtliche Genehmigung des Bezirks fehlt noch.
Genau die wollen nun Eltern und die Leitungen der benachbarten Katholischen Schule St. Joseph, des Matthias-Claudius- und des Charlotte-Paulsen-Gymnasiums verhindern. In Briefen versuchen sie, die Bezirkspolitiker für sich zu gewinnen. "Die Schüler kommen auf dem Weg zur Turnhalle übers Klinikgelände", so Dietmar Wagner, Direktor von St. Joseph. So kämen sie in Kontakt zu Menschen, bei denen es stets hohe Rückfallquoten gebe. Die Sorge: "Wir befürchten, dass auch Ex-Süchtige ein Anziehungspunkt für Dealer sind." Da es an den Schulen bereits ein Problem mit weichen Drogen gebe, bestehe die Gefahr, dass Dealer in den Schülern einen Markt erblicken könnten. Und: "Das offene Schulgelände bietet geradezu ideale Rückzugsräume für den Drogenhandel", so Wagner. Bürgerinitiativen-Sprecher Stefan Rowoldt, der zwei Kinder an den Schulen hat, ergänzt: "Wir haben nichts gegen die Einrichtung, nur gegen den Standort."
Jugendhilfe-Vorstand Christine Tügel betont: "Jeder Rückfällige müsste die Klinik sofort verlassen. Es besteht keine Gefahr für Dritte." Am Donnerstag ist die Klinik Thema in der Bezirksversammlung.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?