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VEHS DIAGNOSE: Der HSV ist herzkank!

Klopp geht auf 4. Schiri los

Die Erwartungen und Zuversicht waren groß. "Wenn wir etwas erreichen wollen, müssen wir in Dortmund gewinnen", hatte Armin Veh gesagt. "Wir wollen unbedingt eine Serie starten und noch weiter nach oben", meinte Zé Roberto. "Dortmund darf nicht zu viele Punkte einfahren. Wir haben ganz sicher keine Angst vor denen", erklärte Joris Mathijsen.



Alles schöne Worte. Was folgte, war jedoch der blanke Horror. Ein blutleerer Auftritt beim Spitzenreiter. Mit einem 0:2 und einer schlimmen Diagnose vom HSV-Coach im Gepäck traten die Hamburger am Freitagabend die Rückreise an. Der HSV ist herzkrank!



"Wir müssen nicht immer nur reden, sondern ich möchte es auf dem Platz sehen", polterte Veh. "Man kann ja 0:2 verlieren. Aber ich möchte mehr Herz sehen! Wenn man nur einmal in 90 Minuten aufs Tor schießt, ist es einfach zu wenig. Wir müssen mutiger sein. Wenn wir beim Tabellenführer, der Leidenschaft zeigt, gewinnen wollen, dann müssen wir auch Leidenschaft zeigen. Wir müssen daran arbeiten, dass wir mehr Herz zeigen."



Der Trainer war richtig angefressen. Kampflos hatten sich seine Spieler ihrem Schicksal ergeben, nicht einmal die Grundeinstellung stimmte. Nach vorne ging gar nichts. "Einfach schlecht", befand Piotr Trochowski.



Kein Herz, kein Wille, keine Leidenschaft. Wie kann das sein? Nach dem 2:1-Erfolg gegen Hoffenheim sollte es eigentlich doch endlich konstant nach oben gehen. Nun tritt man weiter auf der Stelle und zeigt nicht einmal mehr Herz auf dem Platz.



Erklärungsversuche aus der Mannschaft gibt es kaum. "Diese Saison ist eine Berg- und Talfahrt. Wir müssen allmählich mal unseren Ansprüchen gerecht werden. Man kann nicht ständig einmal Hü und dann wieder Hott spielen. Ich weiß nicht, warum wir so auftreten", meinte Kapitän Heiko Westermann. Von einem "mut- und ideenlosen Auftritt", sprach Trochowski.



"Wir machen derzeit keinen Schritt nach vorne", erklärte David Jarolim, der zwar von einem herzlosem Auftritt nichts wissen wollte, die Tatsache, dass der HSV diese Saison nur Mittelmaß ist, aber auch nicht entkräften konnte. "Die Tabelle lügt nie."



Wie soll es nun weitergehen? Ist mit dieser Mannschaft etwas zu erreichen? Sportchef Bastian Reinhardt ("Ich habe von Anfang gesagt, dass es eine schwere Hinrunde wird") ist noch zuversichtlich. Veh fordert nun: "Wir müssen sehen, dass wir bis zur Winterpause dran bleiben an den Plätzen. Das bedeutet, dass wir in Hannover schon wieder gewinnen müssen, es ist immer das Gleiche." Nur besser wird es nicht.

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