Die Story: Der junge Zachary (Marc-André Grondin) ist ein ganz spezieller Fall - das lässt sich schon daran erkennen, dass er Weihnachten auf die Welt kam. Eigentlich ist er ein armes Schwein: Seine Mutter glaubt, Gott habe ihn mit besonderen Gaben gesegnet; sein Vater (Michel Côté) möchte einen richtigen Mann aus ihm machen und reagiert stinksauer, als er merkt, dass Zachary das gar nicht will; seine vier Brüder (Weiberheld, Sportskanone, Bücherwurm und Nesthäkchen) quälen ihn, sooft es geht. Doch nicht zuletzt mit Hilfe seiner Hausgötter Bruce Lee und David Bowie gelingt es ihm, seinen eigenen Weg aus dieser intoleranten Umgebung zu finden.
Die Schauspieler: Newcomer Marc-André Grondin zeichnet das berührende Porträt eines sensiblen Träumers, der verzweifelt um die Liebe seines Vaters kämpft und deshalb sein wahres Ich viel zu lange verdrängt. Schlichtweg brillant: Kanadas Schauspiel-Star Michel Côté mit seiner vielschichtigen Darstellung des gutherzigen, aber heillos überforderten Macho-Patriarchen.
Der Regisseur: Vom Erwachsenwerden in den schrillen 70er Jahren erzählt Co-Autor Jean-Marc Vallée, bei uns noch ein unbeschriebenes Blatt, in seiner authentischen, von einem coolen Soundtrack vorangetriebenen Familienchronik. Dabei nimmt er die Zuschauer mit auf eine heiter-melancholische Achterbahn der Gefühle: Sein mit Überraschungen und skurrilen Ideen gespickter Film lässt uns lachen und weinen - manchmal sogar gleichzeitig. Zur Belohnung gab es gleich zehn kanadische Oscars.
Fazit: Eine filmische Wundertüte, randvoll gepackt mit verrückten Einfällen.