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Unheimliche Anschlagsserie

Die Feuerspur des irren Kinderwagen- Hassers

Abgebrannter Kinderwagen (Symbolfoto)

Foto: dpa

Vor einer Woche hätte die Tat des Feuerteufels beinahe tödlich geendet. Die schwangere Janina J. (21) wurde in den Flammen lebensgefährlich verletzt (MOPO berichtete). Nun hat der Kinderwagen-Hasser von Altona wieder zugeschlagen. Die Ermittler sind sich sicher: Mindestens sechs Brandstiftungen gehen bereits auf sein Konto.



Es ist 2.30 Uhr, als in der Nacht zu gestern an der Suttnerstraße (Altona) der Kinderwagen von Zahra L. (31) im Flur des Mehrfamilienhauses brennt. "Mein Schwager, der unter uns wohnt, hat angerufen. Es war lediglich Zufall, dass ich das Klingeln gehört habe. Ich öffnete die Haustür. Da kam mir aber eine schwarze Wolke entgegen", sagt die Mutter. Sie rettete sich mit ihrem Mann und den Kindern Ben (12 Monate) und Silas (2) auf den Balkon. Dort musste die Familie ausharren, bis die Feuerwehrmänner die Flammen, die bereits vom Kinderwagen auf das hölzerne Treppenhaus übergeschlagen waren, gelöscht hatten.



Zahra L. ist fassungslos. "Zwar habe ich auch Angst, aber in erster Linie bin ich unheimlich wütend auf diesen Menschen. Mitten in der Nacht ein Feuer zu legen: Das ist für mich versuchter Mord. Hier leben vier Kleinkinder im Haus", sagt die Mutter aufgeregt.



Dass er den Tod von Anwohnern in Kauf nimmt, ist offensichtlich. Denn der Brandstifter hat in allen Fällen mitten in der Nacht zugeschlagen - wenn die Mieter schlafen. Die erste Tat des Feuerteufels ereignete sich am 29. Dezember. An der Barnerstraße (Ottensen) zündete er einen Kinderwagen im Treppenhaus an. Im Januar schlug er drei Mal in Altona zu - am Zeiseweg, an der Augustenburger Straße und an der Bodenstedtstraße. Bei den Taten wurde niemand verletzt. Vor einer Woche allerdings gab es zwei Schwerverletzte. Wieder hatte der Täter im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses an der Augustenburger Straße einen Kinderwagen angezündet. Die in der siebten Woche schwangere Janina J. (21) und der gleichaltrige Robert F. versuchten zu flüchten. Die junge Frau erlitt schwerste Verbrennungen, schwebte in Lebensgefahr. Der Mann kam mit schweren Verletzungen in eine Klinik.



Weil befürchtet wird, dass der Täter wieder zuschlagen könnte, rät Polizeisprecherin Christiane Leven: "Achten Sie darauf, dass die Hauseingangstüren immer geschlossen und wenn möglich nachts abgeschlossen sind. Stellen Sie Kinderwagen und andere Gegenstände besonders in der Gegend der Brandstiftungen nicht im Hausflur ab."



Die Beamten suchen Zeugen, die den Täter gesehen haben. Hinweise an Tel. 428656789.

Brandanschlag auf Kinderwagen

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Datum:  10.2.2010
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