Udo Lindenberg legt sich mit Europas größtem Zirkus-Unternehmen an: "Schicken Sie die Elefanten endlich in Rente", fordert der Rock-Gigant von Zirkusdirektorin Christel Sembach-Krone. In einem ergreifenden Brief beruft Lindenberg sich auf eine tierärztliche Untersuchung, nach der alle sieben Dickhäuter krank, verletzt oder verhaltensgestört sind.
"Ersparen Sie den kranken und leidenden Tieren jeden weiteren Zirkusstress, und ermöglichen Sie Ihnen das Lebensende in einer Auffangstation", schreibt Lindenberg an die Zirkuschefin und bittet sie: "Verschenken Sie Liebe und Freiheit."
Der Panik-Rocker unterstützt die Tierschutz-Organisation Peta, die seit Jahren ein bundesweites Verbot von Wildtierhaltung in Zirkussen fordert. Die Tierschützer haben Lindenberg die Ergebnisse einer tierärztlichen Elefanten-Untersuchung vom Oktober 2008 gezeigt. Der Panik-Rocker war entsetzt: Demnach sollen die afrikanischen Elefanten Sandrin, Kenia und Aicha sowie die aus Asien stammenden Riesen Bara, Burma, Dehli und Colonel Joe schwer krank sein, unter Muskelschwäche, Verletzungen, beginnender Rüssellähmung oder Blutarmut leiden. Alle sieben zeigten Verhaltensstörungen.
Die Münchner Genehmigungsbehörde habe "Zirkus Krone" im März 2009 nahezu 100 Auflagen für die Tierhaltung erteilt. "Suchen Sie ein Quartier, wo die Elefanten Auslauf, Sonne, Sand und Bäume haben", appelliert Lindenberg an Christel Sembach-Krone und verspricht: "Ich bin der Erste, der Ihnen dazu gratulieren wird."
"Circus Krone" war gestern zu keiner Stellungnahme zu erreichen.
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