Erst als seine Tochter ihm Absolution erteilt hatte, entschied Udo Bandow: Ich muss dabei sein. „Sie hat Geburtstag, aber sie hat mir erlaubt, zur Versammlung zu gehen“, schmunzelte der Grandseigneur. Er hatte sowieso gut lachen. Das Kompetenz-Quartett, das der Ex-Oberkontrolleur ins Rennen um den Aufsichtsrat geschickt hatte, wurde gewählt – komplett.
Nur Handwerkskammer-Präses Peter Becker musste in den zweiten Wahlgang. „Ich bin froh über die Zusammensetzung des Aufsichtsrates“, so der 62-Jährige. Seine Mitstreiter, Container-König Ian Karan (69, „Wir wollen den Vorstand kritisch, aber konstruktiv begleiten“), UKE-Chef Jörg Debatin (47, begeisterte mit der launigsten Rede des Tages) und Alexander Otto (41, „Toll, dass die Mitglieder so viel Geduld bewiesen haben“) marschierten im ersten Wahlgang durch. Bandow war begeistert – und erleichtert: „Ich bin froh, dass die vier Leute, die ich vorgeschlagen habe, durchgekommen sind und glücklich, dass ich meinen alten Freunden Horst Becker, Bernd Enge und Ronny Wulff nicht geschadet habe.“ Sprach’s und verabschiedete sich – zum Geburtstag seiner Tochter.