Es gibt jetzt ein Deo, das soll 48 Stunden frisch halten. Toll. Zwei Tage! Die Werbung richtet sich speziell an Männer, komisch. Steht uns da etwa ein gesellschaftlicher Klimawandel bevor? Männer, eben noch metrosexuell gepeelt und gesalbt, kehren zum einzigen echt männlichen Morgenritual zurück: Arm hoch, Achsel beschnüffeln, zufrieden grinsen, fertig. T-Shirt von gestern geht auch noch, herrlich. Was sollen unsere Top-Performer sich auch jeden Tag die Füße unterm Wasserstrahl platt stehen. Da können sie doch lieber in Doppelschichten Schlaglöcher ausbessern, Herzen verpflanzen oder Aktienpakete verkaufen. Das ganze Land wird glücklicher, denn kein Mann geht mehr schon am frühen Morgen seiner duschenden Frau auf die Nerven ('Mach hinne, ich muss auch noch'). Für Frauen gibt's kein 48-Stunden-Deo. Für uns gibt's maximal die 24-Stunden-Variante: 24-Stunden-Super-Stay-Lippenstift, 24-Stunden-Volumen-Shampoo, 24 Stunden mattierendes Make-up. Warum wohl? Eine Frau kann zwar auch nach 48 ungeduschten Stunden duften wie ein Veilchen, aber ihr Gefühl sagt: Bäh! Das weibliche Frische-Mindesthaltbarkeitsdatum läuft halt nach 24 Stunden ab. Die männliche Uhr läuft etwas anders. Er kann einen toten Iltis in der Achselhöhle herumtragen, und sein Gefühl sagt: Geht noch! Fehlt nur noch das extra Waschpulver für Männer: 'Schlüpper frisch drei Tage lang!'
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?