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TU HARBURG

Studenten protestieren

Demonstrationen hat es auf dem Campus der TU Harburg schon lange nicht mehr gegeben. In weißen T-Shirts sind gestern rund 300 Wirtschaftsingenieurs-Studenten vor das Büro von TU-Präsident Edwin Kreuzer gezogen. Sie sehen die Qualität ihres Studiums in Gefahr.



Bislang wird der Studiengang hochschulübergreifend gelehrt. An der Universität Hamburg lernen die Studenten die betriebswirtschaftlichen, an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften die naturwissenschaftlichen Grundlagen. Die TU Harburg sorgt für das ingeneurwissenschaftliche Know-how. Ab diesem oder dem kommenden Wintersemester soll der Studiengang nur noch in Harburg stattfinden.



Die Studenten sind sauer. "Wenn etwas hervorragend läuft, ist es immer ein Risiko, etwas zu verändern", sagt Philipp Spethmann (25). Er befürchtet, dass die Qualität der Ausbildung leiden wird. "An der Uni Hamburg gibt es zum Beispiel in den betriebswirtschaftlichen Fächern viel mehr Auswahl. Künftig werden wir auf das beschränkt sein, was die TU uns anbietet", sagt er.



Die TU will die Wirtschaftsingenieure an sich binden, weil sie den Studiengang Stadtplanung an die neue HafenCity-Universität abgeben musste, glauben die Studenten. TU-Sprecherin Jutta Werner: "Die Idee, den Studiengang zu reformieren, haben die Studenten vor einigen Jahren selbst ins Rollen gebracht." Das letzte Wort hat Wissenschaftssenator Jörg Dräger (parteilos). Am Montag soll eine Entscheidung fallen.

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Datum:  20.4.2006
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