Die Story: Bei einem internationalen Anti-Terrorismus-Gipfel im spanischen Salamanca wird US-Präsident Ashton (William Hurt) niedergeschossen. Barnes (Dennis Quaid), einer seiner Leibwächter, nimmt die Verfolgung der Attentäter auf. Hinweise bekommt er vom TV-Team eines amerikanischen Nachrichtensenders sowie von einem US-Touristen (Forest Whitaker), der die entscheidenden Sekunden zufällig mit seiner Videokamera einfing.
Die Schauspieler: Zum soliden Ensemble gehören William Hurt als besonnenes Staatsoberhaupt, Dennis Quaid als loyaler Bodyguard, Forest Whitaker als naiver Urlauber und Sigourney Weaver als knallharte TV-Regisseurin. Jeder von ihnen darf sich gut zehn Filmminuten lang als Hauptdarsteller fühlen. Sie alle machen ihre Sache ordentlich - vor allem, wenn man berücksichtigt, dass sie kaum mehr als schablonenhafte Schachbrettfiguren darzustellen haben.
Der Regisseur: Nach seinem gefeierten Nordirland-TV-Drama "Omagh" hat sich der Brite Pete Travis für sein Kino-Debüt das erste Drehbuch von Barry Levy ausgesucht. Der Clou: Es schildert die Minuten vor und nach dem Anschlag nacheinander aus verschiedenen Perspektiven. Jeweils nach ungefähr einer Viertelstunde, immer im dramatischsten Moment, springt die Handlung zurück an den Anfang, und die Ereignisse werden noch einmal aus Sicht eines anderen Beteiligten erzählt. Dabei werden immer neue, überraschende Puzzlestücke enthüllt. Das ist eine Stunde lang sehr spannend und rasant gefilmt - bis zum Beginn einer langen und uninspirierten Autoverfolgungsjagd, bei der Travis erfolglos dem Vorbild der Jason-Bourne-Filme hinterherhechelt. Von nun an geht's bergab, muss man leider frei nach Hildegard Knef konstatieren. Denn bei der Auflösung und dem Zusammenführen der diversen Handlungsstränge versagt das Drehbuch kläglich: Da wird es unglaubwürdig und unbefriedigend, da regieren alberne Zufälle, Heldenpathos und Patriotismus-Tamtam, da gipfelt der Showdown in einer unfreiwillig komischen "Dennis Quaid rettet den Präsidenten vor skrupellosen Fanatikern"-Farce. Schade! Vielleicht hätte man es doch bei sieben Blickwinkeln belassen sollen ...
Fazit: Rasanter Actionthriller mit raffinierter Rückblenden-Erzählstruktur, der nach einer spannenden ersten Stunde in einen enttäuschenden Schluss mündet.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?